Belgien

Hass aus dem Lautsprecher

Auf der Fahrt von Namur nach Brüssel hatten sich Jugendliche Zugriff zum Lautsprecherdurchsagesystem verschafft. Foto: imago

In einem belgischen Zug haben Unbekannte das Lautsprecherdurchsagesystem benutzt, um Juden aufzufordern, in Auschwitz auszusteigen und im Konzentrationslager zu duschen. Der Vorfall ereignete sich am 31. Januar und wurde erst jetzt bekannt. Wie der Sender RTL am Dienstag berichtete, hat die belgische Eisenbahngesellschaft SNCB bei der Polizei Anzeige wegen Aufstachelung zum Hass erstattet.

Die Verdächtigen hatten sich, so RTL, am späten Nachmittag in der Hauptverkehrszeit auf der Fahrt von Namur nach Brüssel Zugriff zum Lautsprecherdurchsagesystem verschafft. Auf Französisch sagte der Täter: »Meine Damen und Herren, wir nähern uns Auschwitz. Alle Juden werden gebeten, auszusteigen und eine kurze Dusche zu nehmen.«

Jugendliche Der Vorfall wurde Viviane Teitelbaum, einer jüdischen Abgeordneten in der Region Brüssel, gemeldet. Teitelbaum sagte im Gespräch mit RTL-Journalisten, der Zeuge des Vorfalls habe den Verdacht geäußert, dass einige aus einer Gruppe von Jugendlichen Zugang zu den Schlüsseln hatten, die das Bahnpersonal dazu verwendet, um Lautsprecherdurchsagen zu machen.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor zwei Jahren in einem Zug auf derselben Bahnstrecke. Die Täter, die nie gefasst wurden, sagten damals: »Willkommen in diesem Zug nach Auschwitz. Alle Juden werden gebeten, in Buchenwald auszusteigen.« jta

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  15.07.2026 Aktualisiert

Justiz

Schweizer Comedian Hamza Raya wegen Rassismus angezeigt

Ein muslimischer Comedian und ein jüdischer Gastronom loten die Grenzen der Satire aus. Nun droht dem einen von beiden eine juristische Auseinandersetzung

von Nicole Dreyfus  15.07.2026

Jahrhundertzeugin

Wie eine Sintiza die Nazizeit überlebte und ihre Heiterkeit rettete

Frieda Daniels ist Hochseilartistin. Sie floh als Sintiza vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Als 93-jährige Zeitzeugin war sie nun in Heidelberg zu Gast. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

von Stefanie Ball  15.07.2026

Verschwörungsmythen

Messi: Im Visier von Antisemiten

Eine NGO, die in den sozialen Medien antisemitische Inhalte aufspürt, berichtet, dass Argentiniens Starspieler Lionel Messi immer wieder Ziel von judenfeindlichen Verschwörungsmythen ist

 15.07.2026

New York

Ronald Lauder sucht Nachfolger

Der WJC-Präsident, Unternehmer und Philanthrop wirbt außerdem dafür, dass sich eine neue Generation wohlhabender Juden stärker für jüdisches Leben engagiert – durch Investitionen in Bildung

 15.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  15.07.2026

Schweiz

Die gegen den Hass sprüht

Inna E. fühlt sich dem jüdischen Volk verbunden und macht gegen anti-israelische Graffitis mobil. Wenn die Behörden nicht reagieren, auch mit Farbe

von Peter Bollag  14.07.2026

Monaco

Zweitjüdischste Nation der Welt

Die kleine jüdische Gemeinschaft im Stadtstaat wächst. Immer mehr Jüdinnen und Juden entscheiden sich für das luxuriöse und sichere Fürstentum

von Mark Feldon  13.07.2026

New York

Jüdischer Vertreter kritisiert Bürgermeister Mamdani für Stadtkarte

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in den USA hat New York eine Karte zu unterschiedlichen migrantischen Prägungen seiner Stadtteile herausgegeben. Juden wurden dabei offenbar nicht berücksichtigt

 12.07.2026