Frankreich

Hakenkreuze am »Hyper Cacher«

Soldat vor dem Supermarkt Hyper Cacher in Paris am 5. Januar 2016 Foto: Flash 90

Die Rollläden des Supermarktes »Hyper Cacher«, in dem ein Islamist am 9. Januar 2015 vier Juden erschossen hatte, sowie ein weiteres Koscher-Geschäft im Pariser Vorort Créteil sind mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA). Die Schmierereien in roter Farbe wurden am Mittwoch entdeckt. Es gibt bisher keine Verdächtigen.

Laut einem Bericht von »Le Parisien«, den JTA zitierte, verurteilte der französische Innenminister Gérard Collomb die Vorfälle scharf und nannte sie einen Angriff auf die gesamte jüdische Gemeinschaft Frankreichs. Man werde die Täter zur Verantwortung ziehen.

CRIF Der Dachverband der französischen Juden CRIF will am kommenden Dienstag mit einer Gedenkstunde an das Attentat im Supermarkt Hyper Cacher erinnern. Der Islamist Amedy Coulibaly hatte sich am 9. Januar 2015 in dem Geschäft nahe der Metro-Station Porte de Vincennes verschanzt, Geiseln genommen und vier Juden ermordet. Bei der Erstürmung des Supermarktes war er von Sicherheitskräften erschossen worden.

Unterdessen sagte der Eigentümer des Koscher-Restaurants in Amsterdam, dessen Scheiben Anfang Dezember von einem syrischen Bürger eingeschlagen worden waren, dem niederländischen TV-Sender WNL, sein am Wochenende geschlossenes Geschäft sei von Unbekannten »verdreckt« worden. Seit dem Angriff des Syrers, der eine palästinensische Fahne schwenkte und eine Kufiya trug, hätten auch wieder mehr Passanten das Restaurant bespuckt. ag

Pro & Contra

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ja, sagt Jessie Katz: »Sie anzunehmen sollte schon nur aus dem Grund, um die Sicherheit für die jüdische Bevölkerung zu verbessern.« Nein, findet Zsolt Balkanyi-Guery: »Ein Einwanderungsstopp verspricht nur vordergründig Sicherheit und ist für jüdische Menschen keine Antwort auf die tatsächlichen Herausforderungen des Antisemitismus.«

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