Belgien

G7 in Brüssel – an Schawuot

Europa-Synagoge in Brüssel Foto: Reuters

Ausgerechnet an Schawuot werden in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Länder zusammenkommen, um den G7-Gipfel abzuhalten. Doch wenn man das genau betrachtet, ist das gar keine so schlechte Idee. Merkel, Obama und die anderen werden große Weltpolitik behandeln, eines der wichtigsten Themen wird die Ukraine sein.

Auch wenn das vom heimischen Wohnzimmer aus nicht wirklich so aussieht, geht es dort inzwischen um Leben und Tod. Das hat eine moralische Dimension, die beim üblichen Feilschen um Geld, Macht und Einfluss leicht aus den Augen verloren wird.

steinwurf Hier nun kommt Schawuot ins Spiel. Denn nur einen Steinwurf weit vom Ratsgebäude entfernt, in der kleinen Rue Froissart, durch die all die wichtigen Teilnehmer des Gipfels zum Tagungsort fahren, liegt die stolz sich so bezeichnende »Synagogue of Europe«, die Europa-Synagoge. In Ruf- und Hörweite von EU-Kommission, -Rat und -Parlament wird dort das ganze Jahr über alles angeboten, was ein guter Jude so braucht oder zumindest brauchen sollte: die tägliche Andacht, der Schabbatgottesdienst, die jüdischen Feste und die Hohen Feiertage. An Schawuot werden, wie immer, von der Bima aus die Zehn Gebote laut verlesen, um sie der Gemeinde ins Bewusstsein zu rufen.

So kommt es also, dass, während die Staats- und Regierungschefs durch die Rue Froissart zu ihrem G7-Treffen fahren werden, ihnen aus der Synagoge die Zehn Gebote entgegenschallen. So gesehen war es wirklich passend, den Gipfel ausgerechnet auf Schawuot zu legen.

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  16.07.2026 Aktualisiert

Justiz

Schweizer Comedian Hamza Raya wegen Rassismus angezeigt

Ein muslimischer Comedian und ein jüdischer Gastronom loten die Grenzen der Satire aus. Nun droht dem einen von beiden eine juristische Auseinandersetzung

von Nicole Dreyfus  15.07.2026

Jahrhundertzeugin

Wie eine Sintiza die Nazizeit überlebte und ihre Heiterkeit rettete

Frieda Daniels ist Hochseilartistin. Sie floh als Sintiza vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Als 93-jährige Zeitzeugin war sie nun in Heidelberg zu Gast. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

von Stefanie Ball  15.07.2026

Verschwörungsmythen

Messi: Im Visier von Antisemiten

Eine NGO, die in den sozialen Medien antisemitische Inhalte aufspürt, berichtet, dass Argentiniens Starspieler immer wieder Ziel von judenfeindlichen Verschwörungsmythen wird

 15.07.2026

New York

Ronald Lauder sucht Nachfolger

Der WJC-Präsident, Unternehmer und Philanthrop wirbt außerdem dafür, dass sich eine neue Generation wohlhabender Juden stärker für jüdisches Leben engagiert – durch Investitionen in Bildung

 15.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  15.07.2026

Schweiz

Die gegen den Hass sprüht

Inna E. fühlt sich dem jüdischen Volk verbunden und macht gegen anti-israelische Graffitis mobil. Wenn die Behörden nicht reagieren, auch mit Farbe

von Peter Bollag  14.07.2026

Monaco

Zweitjüdischste Nation der Welt

Die kleine jüdische Gemeinschaft im Stadtstaat wächst. Immer mehr Jüdinnen und Juden entscheiden sich für das luxuriöse und sichere Fürstentum

von Mark Feldon  13.07.2026

New York

Jüdischer Vertreter kritisiert Bürgermeister Mamdani für Stadtkarte

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in den USA hat New York eine Karte zu unterschiedlichen migrantischen Prägungen seiner Stadtteile herausgegeben. Juden wurden dabei offenbar nicht berücksichtigt

 12.07.2026