Italien

Falscher Rabbi stiehlt echten Rubens

Der Betrug soll bereits im April 2017 begangen worden sein. Foto: Thinkstock

Ein nichtjüdischer Kroate wird beschuldigt, einen sardischen Galeristen betrogen zu haben, indem er sich als Rabbiner und Diplomat ausgab. Wie die italienische Tageszeitung »Corriere della Sera« berichtete, nahmen die Mailänder Carabinieri kürzlich fünf Beschuldigte fest.

Konsulat Der Betrug soll bereits im April 2017 begangen worden sein. Nenad J. (44), der Anführer der mutmaßlichen Diebesbande, hatte sich dem Galeristen als Rabbi Samuel Abraham Lewy Graham vorgestellt und behauptet, er sei im Auftrag des israelischen Außenministeriums als Diplomat unterwegs. Er lud den Galeristen zu einem Treffen an einen Ort, den er als israelisches Konsulat ausgab. Dort äußerte er ihm gegenüber das Interesse am Kauf zweier Gemälde.

Einige Wochen später trafen sich die Herren zur Übergabe in einer Wohnung eine Etage unter dem ehrenamtlichen albanischen Konsulat in der Stadt Monza nordöstlich von Mailand. Offenbar gelang es dort Nenad J. gemeinsam mit einem Komplizen, die beiden Kisten mit den Gemälden gegen leere Kästen zu tauschen und sich in einem bereit stehenden Auto aus dem Staub zu machen.

Wert Bei den beiden Gemälden soll es sich um ein Bild aus der Reihe »Heilige Familie« von Peter Paul Rubens handeln sowie um Pierre Auguste Renoirs »Mädchen auf der Wiese«. Die beiden Gemälde haben einen Wert von rund 26 Millionen Euro. Von ihnen fehlt jede Spur. tok

USA

»Ein unauslöschliches Erbe«

Jüdische Organisationen loben die Verdienste der Obersten Richterin Ruth Bader Ginsburg

 21.09.2020

Ruth Bader Ginsburg

»Ihr Vermächtnis wird bleiben«

Zum Tod der amerikanischen Justiz-Ikone und Vorreiterin für Frauenrechte und liberale Denkweisen

von Lena Klimkeit  20.09.2020

USA

FBI-Direktor zieht Zorn Trumps wegen Antifa-Einschätzung auf sich

Antifaschismus sei eine Ideologie und keine Organisation, erklärt der Chef der Bundespolizei in einer Kongressanhörung

 18.09.2020

Minsk

Die Lage spitzt sich weiter zu

An der südlichen Staatsgrenze hängen derzeit Hunderte jüdische Pilger fest

von Christian Thiele  18.09.2020 Aktualisiert

Schweiz

Zwölf Töne

In Basel lernt ein Dutzend Männer in einem Abendseminar, wie man Schofar bläst

von Peter Bollag  17.09.2020

Österreich

Pass und Hürden

NS-Opfer und ihre Nachfahren können die Staatsbürgerschaft zurückerhalten – doch manche zögern, ob sie das wirklich wollen

von Stefan Schocher  17.09.2020

Großbritannien

Zwischen Covid und Brexit

Wie Londoner Juden auf das zu Ende gehende Jahr zurückblicken

von Daniel Zylbersztajn  17.09.2020

Nachrichten

Brit Mila, Schechita

Meldungen aus der Jüdischen Welt

 17.09.2020

Ukraine

Quarantäne in Uman

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt Rosch Haschana zum nationalen Feiertag – doch Corona erschwert das Pilgern zum Grab von Rabbi Nachman

von Denis Trubetskoy  17.09.2020