Karl Lueger

Experten: Wien soll Denkmal eines Ex-Bürgermeisters stürzen

Karl-Lueger-Denkmal in der Wiener Innenstadt Foto: dpa

Die Statue eines wegen seines Antisemitismus bekannten Ex-Bürgermeisters von Wien soll vom Sockel gestoßen werden. Das ist die am Mittwoch veröffentlichte Empfehlung einer Experten-Kommission an die Stadt Wien. Es geht um den auch vom späteren Diktator Adolf Hitler bewunderten Karl Lueger (1844-1910). 

»Die Verdienste des Bürgermeisters Lueger können nicht aufwiegen, was der Hassprediger Lueger und seine Schüler langfristig angerichtet haben«, sagte der Leiter des Instituts für Historische Sozialforschung, Florian Wenninger.

Anstelle des Ehrenplatzes im Zentrum der Stadt solle ein Raum geschaffen werden, an dem sich die Bürger kritisch mit der Vergangenheit sowie Antisemitismus und Rassismus in der heutigen Zeit auseinandersetzen könnten.

»Die Statue stellt eine reale Gefahr für uns Jüdinnen und Juden dar, weil sie ein Sammelort für gewaltbereite Rechtsextreme ist, die sich mit dem Antisemitismus Luegers identifizieren«, betont Sashi Turkof, Präsidentin der Jüdischen Österreichischen HochschülerInnen.

Lueger, der von 1897 bis 1910 Bürgermeister der damals rund zwei Millionen Einwohner zählenden Stadt war, wird sehr unterschiedlich beurteilt. Die einen heben seine Verdienste in der Sozial- und Gesundheitspolitik hervor, andere betonen seine demagogischen antisemitischen Züge. dpa

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Erhebung liefert den Überblick

von Nicole Dreyfus  24.08.2026 Aktualisiert

Österreich

Exodus über die Alpen

Zehntausende Juden flohen nach der Schoa über die Hohen Tauern nach Italien und weiter nach Palästina. Heute folgen ihre Nachfahren und andere Wanderer der historischen Route

von Pascal Beck  24.08.2026

Russland

Putins Doppelschlag gegen Jabloko

Die einzige Antikriegs-Partei wurde von der Wahl ausgeschlossen und ihr Anführer zu mehr als elf Jahren Straflager verurteilt

von Alexander Friedman  24.08.2026

New York

Gouverneurin Hochul fordert Mamdani auf, sich weniger auf Israel zu konzentrieren

In einem Interview legt die Gouverneurin des Bundesstaats New York dem Bürgermeister der gleichnamigen Metropole nahe, seinen Fokus auf das »Handwerkszeug der Stadtregierung« zu legen

 23.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Philanthropie

Lauder-Stiftung lässt Förderung jüdischer Schulen in sieben europäischen Städten auslaufen

Zum Abschluss der jahrzehntelangen Förderung stellt die Ronald S. Lauder Foundation noch einmal 75 Millionen Dollar bereit. Die Strategie: Hilfe zur Selbsthilfe

 21.08.2026

Yotam Ottolenghi (l.) und Anthony Bourdain

Kulinarisches

Als Yotam Ottolenghi mit Anthony Bourdain einmal in der Wüste landete

Der israelisch-britische Koch erinnert sich zum Filmstart von »Tony« an seine Begegnung mit seinem berühmten amerikanischen Kollegen

von Katrin Richter  21.08.2026

Schweiz

»Death to Zionism«: Anti-Israel-Demo sorgt in Basel für Unruhe

Ausgerechnet am Jahrestag des Ersten Zionistenkongresses soll eine Kundgebung stattfinden, bei der die Vernichtung Israels propagiert wird

 20.08.2026

Wien

Sieben Tage vermisst

Das Verschwinden zweier Israelinnen löste eine groß angelegte internationale Suchaktion aus. Die Geschichte aus realer Angst, einer Nachrichtensperre und wilden Gerüchten hat zwei Versionen

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026