Brüssel

»Europa darf nie wieder in Extreme fallen«

Der Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel Foto: Getty Images

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags hat der Europäische Jüdische Kongress (EJC) bereits am Mittwoch zum Gedenken ins Europäische Parlament nach Brüssel geladen. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Antonio Tajani, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments.

»Die Erinnerung aufrechtzuerhalten, ist wichtig, um Wunden zu heilen und Fehler der Vergangenheit zu vermeiden«, sagte Tajani in seiner Ansprache. Die Europäische Union habe aus ihrer Geschichte gelernt und stütze ihre Werte auf die individuelle Freiheit des Einzelnen.

Doch sei der Antisemitismus ein fortwährendes Problem. »Die Botschaft des Parlaments ist klar: Es gibt keinen Platz für Hass jeglicher Art in Europa. Zusammen versprechen wir, ihn in all seinen Formen abzulehnen und den Worten ›Nie wieder‹ Sinn und Leben zu geben.«

Taten EJC-Präsident Moshe Kantor rief die Teilnehmer zum Handeln auf: »Wir müssen uns auf den bevorstehenden Kampf gegen den Extremismus vorbereiten, der unseren Kontinent erneut infiziert.« Man müsse vereint zusammenarbeiten. »Europa darf nie wieder in Extreme fallen. Es muss ein Zentrum der Mäßigung, der Sicherheit und der Toleranz sein«, so Kantor.

An der Gedenkveranstaltung, die gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Antisemitismus des Europäischen Parlaments organisiert wurde, nahmen auch Schoa-Überlebende teil sowie die rumänische Ministerpräsidentin Viorica Dancila, deren Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Außerdem waren führende Vertreter der Europäischen Union, etliche Vorsitzende der jüdischen Gemeinden in Europa und zahlreiche Diplomaten ins Parlamentsgebäude gekommen.  ja

USA

Werbespot gegen Antisemitismus beim Super Bowl

Beim Finale der amerikanischen Football-Liga NFL wird auch ein Clip gegen Judenhass gezeigt. Finanziert hat ihn der jüdische Besitzer der »New England Patriots«, die heute Abend gegen die »Seattle Seahawks« antreten

 08.02.2026

Alice Zaslavsky

»Hühnersuppe schmeckt nach Heimat«

Die Kochbuch-Autorin kam als Kind mit ihrer Familie aus Georgien nach Australien und kennt die jüdische Gemeinde von Bondi Beach. Ein Gespräch über Verbundenheit, Gerüche und Optimismus

von Katrin Richter  08.02.2026

Europa

Das Verbindende über das Trennende stellen

Rund 450 orthodoxe Rabbiner und Gäste aus den europäischen Gemeinden tagten in Jerusalem. Im Mittelpunkt standen weniger politische Debatten als vielmehr der Austausch über praktische Fragen

von Michael Thaidigsmann  07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026

London

Epstein-Skandal stürzt Starmer in die Krise

Obwohl der britische Premier von der Freundschaft Peter Mandelsons zu Jeffrey Epstein wusste, ernannte er ihn zum Botschafter in den USA. Selbst in den eigenen Reihen ist der Ärger groß

 05.02.2026