USA

Erstmals eine Frau an der Spitze

Nominiert: Wirtschaftswissenschaftlerin Janet Yellin (67) Foto: dpa

US-Präsident Barack Obama hat Janet Yellen (67) als künftige Chefin der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (FED) nominiert. Die Amtszeit des derzeitigen Stelleninhabers Ben Bernanke (59) endet im Januar; Yellen war bislang seine Stellvertreterin. Es wäre das erste Mal in der fast hundertjährigen Geschichte des Federal Reserve Board, dass eine Frau an der Spitze steht. Der Senat muss die Nominierung noch bestätigen.

Biografie Janet Yellen wurde 1946 in Brooklyn geboren. Sie stammt aus einer bürgerlichen jüdischen Familie. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an den Eliteuniversitäten Brown und Yale, wurde danach Dozentin in Harvard und arbeitete am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

1980 ging sie an die University of California nach Berkeley und erhielt dort 1985 eine Professur. Von 1997 bis 1999 leitete sie den Wirtschaftsbeirat von Präsident Bill Clinton. Seit 2010 ist sie Vizepräsidentin der amerikanischen Notenbank.

Yellen ist mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger von 2001, George Arthur Akerlof, verheiratet. ja

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist einer der letzten Menschen, der 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designierter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert