Restitution

»Die Uhr tickt«

Konferenzort: Palais Czernin in Prag, Sitz des tschechischen Außenministeriums Foto: dpa

Jüdische Vertreter aus 41 Ländern haben sich am Dienstag und Mittwoch zu einer Konferenz in Prag getroffen. Im Palais Czernin, dem Sitz des tschechischen Außenministeriums, sprachen sie über Fragen der Rückgabe jüdischen Eigentums, das im Holocaust gestohlen wurde.

»Es geht uns nicht nur um Eigentum, sondern in erster Linie um moralische Werte«, sagte Tomáš Kraus, Geschäftsführer des Verbands Jüdischer Gemeinden in der Tschechischen Republik. »Wir möchten Fortschritte … die Uhr tickt sehr schnell.«

Unrecht müsse benannt werden, forderte Jiri Schneider, Staatssekretär im tschechischen Außenministerium. Was unrechtmäßig weggenommen worden ist, habe man an die rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.

Zeitdruck Wie der Vorsitzende der Jüdischen Restitutionsorganisation (WJRO), Ronald S. Lauder, am Mittwoch in Prag erklärte, habe es seit dem Ende des Kommunismus und dem Zerfall der Sowjetunion bereits Fortschritte gegeben. »Doch besteht ein großer Bedarf, Zehntausenden älteren Holocaust-Überlebenden und ihren Nachfahren zu helfen, deren Eigentumsansprüche bislang unbeantwortet blieben.« Dies gelte vor allem für Polen, Lettland und Rumänien, so Lauder. Da müsse schnell gehandelt werden.

Colette Avital, Vorsitzende des Zentrums für Holocaust-Überlebende in Israel, betonte, dass viele ihrer Klienten heute sehr bedürftig seien. Sie rief die osteuropäischen Länder auf: »Geben Sie diesen Menschen zurück, was ihnen gestohlen wurde, damit sie im Alter mit etwas Würde leben können!« ja

Österreich

George Soros’ Universität öffnet neuen Campus in Wien

Wegen politischen Drucks musste die von dem jüdischen Philanthropen gegründete Hochschule Budapest verlassen

 18.11.2019

Toronto

Ist koscheres Essen pro-israelisch?

Kanadischer Studentenverband will Hillel-Initiative »Kosher Forward« auf dem Campus nicht unterstützen

 18.11.2019 Aktualisiert

US-Präsidentschaftskandidatur

Michael Bloomberg entschuldigt sich bei Schwarzen

Der frühere New Yorker Bürgermeister räumt Fehler in seiner damaligen Amtszeit ein

 18.11.2019

Niederösterreich

Allein in St. Pölten

Hans Morgenstern ist der letzte Jude in der Landeshauptstadt

von Peter Bollag  17.11.2019

Großbritannien

Wählt nicht unseren Chef!

Juden in der Labour-Partei wollen Jeremy Corbyn als Regierungschef verhindern

von Philip Plickert  16.11.2019

Diplomatie

»Wir lieben Israel«

Die Färöer-Inseln wollen eine offizielle Vertretung in Jerusalem errichten

 15.11.2019