USA

Chassidischer Matrose darf Bart behalten

Über Bärte lässt sich bekanntlich streiten. Foto: imago/blickwinkel

Ein orthodoxer Soldat der US Navy muss sich dank eines Bundesrichters, zumindest bis Ende des Monats, nicht den Bart abnehmen.

Wie die Jewish Telegraphic Agency berichtete, war dem chassidischen Seekadetten Edmund Di Liscia, der an Bord des Flugzeugträgers USS »Theodore Roosevelt« in Asien dient, kürzlich befohlen worden, sich zu rasieren. Daraufhin wandte er sich an das US-Bezirksgericht für den District of Columbia.

Ausnahme Nach einem Bericht der amerikanischen Militärzeitung »Stars and Stripes« berief sich Di Liscia auf eine Ausnahmeregelung von 2018, wonach orthodoxe Soldaten aufgrund ihrer religiöses Praxis davon bereit sind, sich den Bart zu rasieren.

Bezirksrichter Timothy Kelly setzte den Befehl von Di Liscias Vorgesetztem vorübergehend aus – demnach darf der Matrose seinen Bart noch bis mindestens 29. April behalten. Dann werde eine endgültige Entscheidung über seine Klage getroffen. Am Abend jenes Tages beginnt Lag BaOmer – dann dürfen sich, nach einer mehrwöchigen Pause, orthodoxe Männer wieder rasieren.

Ein Anwalt vom Becket Fund for Religious Liberty hatte die Klage im Namen von Di Liscia eingereicht. ja

USA

Warum Punk so jüdisch ist

In New York fing es an. In London wurde es Modetrend. Aber was hat eigentlich Lenny Bruce damit zu tun?

von Sarah Thalia Pines  31.08.2026

Interview

»Die Lage der schwedischen Juden ist schrecklich«

Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin Simona Mohamsson über den Davidstern und die Vermischung von Israel-Kritik und Antisemitismus

von Michael Thaidigsmann  31.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026

Basel

Herzl im Casino

Das Konzerthaus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag – es ist auch ein jüdisches Jubiläum

von Peter Bollag  27.08.2026

Meinung

Stoßdämpfer der Demokratie

In Basel wird bei einer Demonstration zum »Tod des Zionismus« aufgerufen. Die Behörden verweisen auf hohe juristische Hürden, eine eidgenössische Kommission auf eine komplexe Lage. Beides trifft zu. Beides reicht nicht aus.

von Zsolt Balkanyi-Guery  27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026