Frankreich

Brutaler Angriff auf jüdischen Dekan

Institut Universitaire de Technologie (IUT): Samuel Mayol wird seit Februar durch eine antisemitische Kampagne an seinem Arbeitsplatz eingeschüchtert. Foto: Google Street View

In Frankreich ist ein jüdischer Dekan Opfer eines brutalen Angriffs auf offener Straße geworden, nachdem an seinem Arbeitsplatz eine anonyme antisemitische Kampagne gegen ihn geführt worden war.

Wie die Wochenzeitung Tribune Juive berichtete, wurde Samuel Mayol, Direktor des Institut Universitaire de Technologie (IUT), am 9. Oktober auf der Straße im Pariser Vorort Saint-Denis attackiert, während er seinen Hund spazieren führte.

hassverbrechen Der unbekannte Angreifer konnte laut dem Bericht entkommen. Er soll Mayols Kopf dreimal gegen eine Wand geschlagen haben. Das Opfer erlitt eine Gehirnerschütterung und mehrere Platzwunden. Der Dekan berichtete außerdem, der Angreifer habe zu ihm gesagt: »Wir werden dich plattmachen.« Wie die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency berichtet, ermittelt die Polizei wegen eines mutmaßlichen Hassverbrechens.

Wie die französische Zeitung Le Figaro schrieb, wird Mayol seit Februar an seinem Arbeitsplatz durch eine antisemitische Kampagne eingeschüchtert. Zunächst erhielt er anonyme Morddrohungen. Im Mai wurde ein Davidstern an die Tür eines Fakultätsmitglieds geschmiert. Außerdem erhielten fünf von Mayols Kollegen eine SMS mit dem Inhalt: »Auch ihr werdet abstürzen. Ihr arbeitet für Juden.« ja

Großbritannien

Zwischen Skepsis und Hoffnung

Die jüdische Gemeinschaft sieht den neuen Premier Andy Burnham kritisch – er will die Nahostpolitik des Landes ändern

von Rudolf Hönnige  23.07.2026

Meinung

Ist der neue jüdische Außenminister nur ein Feigenblatt?

Großbritanniens neuer Premier Andy Burnham hat Ed Miliband zum Außenminister ernannt. Dass nun ein jüdischer Politiker für die Nahostpolitik zuständig ist, könnte auch ein Feigenblatt sein

von Michael Thaidigsmann  21.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  19.07.2026 Aktualisiert

USA

Wanderer zwischen Ostküste und Oregon

Howard Rossbach ist eine feste Größe im Weinhandel, liebt Anekdoten und prophezeit seiner schwächelnden Branche trotz allem eine gute Zukunft

von Michael Thaidigsmann  17.07.2026

Justiz

Schweizer Comedian Hamza Raya wegen Rassismus angezeigt

Ein muslimischer Comedian und ein jüdischer Gastronom loten die Grenzen der Satire aus. Nun droht dem einen von beiden eine juristische Auseinandersetzung

von Nicole Dreyfus  15.07.2026

Jahrhundertzeugin

Wie eine Sintiza die Nazizeit überlebte und ihre Heiterkeit rettete

Frieda Daniels ist Hochseilartistin. Sie floh als Sintiza vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Als 93-jährige Zeitzeugin war sie nun in Heidelberg zu Gast. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

von Stefanie Ball  15.07.2026

Verschwörungsmythen

Messi: Im Visier von Antisemiten

Eine NGO, die in den sozialen Medien antisemitische Inhalte aufspürt, berichtet, dass Argentiniens Starspieler immer wieder Ziel von judenfeindlichen Verschwörungsmythen wird

 15.07.2026

New York

Ronald Lauder sucht Nachfolger

Der WJC-Präsident, Unternehmer und Philanthrop wirbt außerdem dafür, dass sich eine neue Generation wohlhabender Juden stärker für jüdisches Leben engagiert – durch Investitionen in Bildung

 15.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  15.07.2026