England

Britischer Neonazi zu drei Jahren Haft verurteilt

Das Manchester Crown Court Foto: picture alliance / empics

Weil er im Netz zum Töten jüdischer Menschen und Mitgliedern der LGBTQI-Gemeinschaft aufrief, ist ein Mann in Großbritannien zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 40-Jährige hatte sich in fünf Fällen zur Verbreitung oder Publikation von Material mit Aufruf zum rassistischen Hass für schuldig bekannt, wie es in einer Mitteilung der Polizei in der Grafschaft Derbyshire am Mittwoch hieß. Demnach fand die Strafmaßverkündung am Manchester Crown Court bereits am Montag statt.

Im Haus des 40-Jährigen hatte die Polizei bei einer Durchsuchung nach seiner Festnahme im Februar vergangenen Jahres laut Mitteilung auch Nazi-Fahnen, Nazi-Kühlschrankmagnete, ein Porträt von Adolf Hitler sowie faschistische und rassistische Schriften gefunden.

Detective Inspector Chris Brett von der Einheit Counter Terrorism Policing East Midlands (CTPEM) sprach von einem Anstieg von Hass-Botschaften im Internet und rief die Menschen auf, sich zu melden, sollten sie besorgt über das Verhalten von Familienmitgliedern, Freunden oder Kollegen sein. »Wir haben weltweit gesehen, wie Online-Posts dieser Art ernsthafte, echte Auswirkungen hatten - einschließlich, traurigerweise, Todesfällen«, sagte Brett. dpa

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026

New York

Familie orthodoxer Jugendlicher verklagt Uber nach mutmaßlicher Vergewaltigung

Ein Uber-Taxichauffeur soll das minderjährige Opfer transportiert und damit gegen Regeln verstoßen haben, bevor es zu dem Sexualverbrechen kam

 11.05.2026

London

Mann nach antisemitischem Angriff angeklagt

Der 34-Jährige soll in Enfield mehrere Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft bedroht, beleidigt und attackiert haben

 11.05.2026

London

Tausende demonstrieren gegen Judenhass

Die Kundgebung nahe der Downing Street fand vor dem Hintergrund einer Serie antisemitischer Vorfälle und Angriffe in Großbritannien statt

 11.05.2026

New York

Abe Foxman gestorben

Der Holocaust-Überlebende und frühere ADL-Chef galt über Jahrzehnte als eine der bekanntesten Stimmen im Kampf gegen Judenhass in den USA

 11.05.2026