Manchester

Brandstiftung in koscheren Restaurants

Manchester Town Hall Foto: dpa

Nach zwei Brandstiftungen in koscheren Restaurants in Manchester ermittelt die Polizei wegen des Verdachts antisemitischer Hassverbrechen. Das berichtete die britische Zeitung »Jewish News«. Die Vorfälle, die nach Ansicht der Polizei in Zusammenhang miteinander stehen, ereigneten sich am vergangenen Freitag und an diesem Dienstag, jeweils in den frühen Morgenstunden. Verletzt wurde niemand.

Brandbeschleuniger Im »JS Restaurant« in Prestwich öffneten die Angreifer ein Fenster und schütteten Brandbeschleuniger in den Raum. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, bevor größerer Schaden entstand. Zuvor hatten Täter vergeblich versucht, im »Taam Restaurant« auf der Bury New Road eine Milchtüte mithilfe von Benzin und einem Streichholz anzuzünden. Außerdem warfen sie ein Fenster mit einem Stein ein.

Die zuständige Polizeichefin Charlotte Cadden sagte nach Angaben der »Jewish News«, glücklicherweise sei niemand verletzt worden, aber die Polizei betrachte die Vorfälle als antisemitische Hassverbrechen: »Das ist auf jeden Fall besorgniserregend – für die Menschen, die in dieser Gegend leben, und für die Geschäfte.«

CST Amanda Bomsztyk, lokale Direktorin der jüdischen Sicherheitsorganisation CST (Community Security Trust) rief Gemeindemitglieder dazu auf, ruhig zu bleiben und sich bei verdächtigen Vorkommnissen an die Behörden und den CST zu wenden. ag

Kolumbien

Knapper Wahlsieg, dramatischer Kurswechsel?

Der knapp zum kolumbianischen Präsidenten gewählte Abelardo de la Espriella will die Beziehungen zu Israel kitten - doch de la Espriella ist wie sein Vorgänger Gustavo Petro sehr umstritten

von Michael Thaidigsmann  24.06.2026

Nachruf

Erfinder des »Greenspeak«

Alan Greenspan prägte als Chef der US-Notenbank eine 19 Jahre währende Boom-Phase der Börsen und Konjunkturen

von Philip Fabian  23.06.2026

Nachruf

Clive Davis: Der Mann, der den Sound ganzer Generationen prägte, ist tot

Der jüdische Musikmanager entdeckte und förderte Bands und Künstler wie Earth, Wind & Fire, Chicago, Santana, Whitney Houston, Barry Manilow und Barbra Streisand

 23.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026