Manchester

Brandstiftung in koscheren Restaurants

Manchester Town Hall Foto: dpa

Nach zwei Brandstiftungen in koscheren Restaurants in Manchester ermittelt die Polizei wegen des Verdachts antisemitischer Hassverbrechen. Das berichtete die britische Zeitung »Jewish News«. Die Vorfälle, die nach Ansicht der Polizei in Zusammenhang miteinander stehen, ereigneten sich am vergangenen Freitag und an diesem Dienstag, jeweils in den frühen Morgenstunden. Verletzt wurde niemand.

Brandbeschleuniger Im »JS Restaurant« in Prestwich öffneten die Angreifer ein Fenster und schütteten Brandbeschleuniger in den Raum. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, bevor größerer Schaden entstand. Zuvor hatten Täter vergeblich versucht, im »Taam Restaurant« auf der Bury New Road eine Milchtüte mithilfe von Benzin und einem Streichholz anzuzünden. Außerdem warfen sie ein Fenster mit einem Stein ein.

Die zuständige Polizeichefin Charlotte Cadden sagte nach Angaben der »Jewish News«, glücklicherweise sei niemand verletzt worden, aber die Polizei betrachte die Vorfälle als antisemitische Hassverbrechen: »Das ist auf jeden Fall besorgniserregend – für die Menschen, die in dieser Gegend leben, und für die Geschäfte.«

CST Amanda Bomsztyk, lokale Direktorin der jüdischen Sicherheitsorganisation CST (Community Security Trust) rief Gemeindemitglieder dazu auf, ruhig zu bleiben und sich bei verdächtigen Vorkommnissen an die Behörden und den CST zu wenden. ag

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  12.03.2026

Belgien

Steckt der Iran hinter dem Terroranschlag von Lüttich?

Ein Bekennervideo, das die Explosion vor der Lütticher Synagoge am frühen Montagmorgen zeigt, deutet auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hin

 12.03.2026

Supercentenarians

Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113

Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?

von Christiane Laudage  11.03.2026

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026