USA

Angriff in Manhattan

Die Tat ereignete sich am Freitag in der West 37th Street nahe der 9th Avenue. Foto: Thinkstock

In Manhattan sind am Freitag zwei Jeschiwastudenten mit einem Molotowcocktail angegriffen worden. Nach Zeugenberichten soll der Täter geschrien haben: »Ich will euch töten!«

Erst am Sonntag wurde die Tat durch eine Meldung der New York Daily News bekannt. Demnach sind die beiden 20-jährigen Studenten Yosef Rachimi und Yisroel Gadafi unverletzt geblieben.

Tatort Die Tat ereignete sich in der West 37th Street nahe der 9th Avenue. Rachimi erzählte Journalisten, er habe bemerkt, wie es plötzlich an seinen Beinen heiß wurde und dann die Flasche auf dem Fußweg explodiert sei. Nach Aussage eines Zeugen habe der Täter ein blau-schwarzes T-Shirt getragen und sei »weiß und männlich« gewesen.

Im Gespräch mit der New York Daily News sagten die Studenten, dass nach dem Knall die Polizei gekommen sei, aber keine Anzeige aufgenommen habe. »Ein Beamter meinte etwa: ›Keine Verletzungen, es ist nichts passiert, gehen wir weiter‹«, erzählte Rachimi. Die New Yorker Polizei bemüht sich nun um Rechtfertigung: Man sehe sich den Angriff genau an, sagte ein Sprecher. ja

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

»The Social Reckoning«

Empörungsköder

Der Whistleblower-Thriller zeigt die neue Weltordnung à la Facebook – und was Menschen nicht dagegen tun

von Sophie Albers Ben Chamo  15.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  15.10.2026

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026 Aktualisiert