Konferenz Elmau

30 Millionen Euro für Erhalt von KZ-Gedenkstätte Auschwitz

Früheres deutsches Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Foto: dpa

Die Bundesländer wollen sich mit 30 Millionen Euro am Erhalt der Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau beteiligen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Landtage sagten die Regierungschefs bei ihrer Konferenz am Freitag in Elmau diese Summe bis Ende 2021 zu. Zuvor hatte sich der Bund zu einer Zustiftung in derselben Höhe bereit erklärt. Am 27. Januar 2020 jährt sich der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers zum 75. Mal.

verantwortung Mit Blick auf den Gedenktag bekannten sich die Ministerpräsidenten zu ihrer Verantwortung, die Gedenkstätte als Symbol für den Holocaust, den beispiellosen Völkermord und Terror während der NS-Gewaltherrschaft dauerhaft zu erhalten. Sie dankten der Stiftung Auschwitz-Birkenau für ihre diesbezüglichen Leistungen. Der Bericht der Stiftung über den Konservierungs- und Sanierungsbedarf bis 2043 zeige, dass ein erneutes Engagement erforderlich sei. Seit Gründung der Stiftung teilen sich Bund und Länder die finanzielle Verantwortung.

Mit Blick auf den Kampf gegen Antisemitismus sprach sich die Konferenz für einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen aus. Ferner müsse das gesetzliche Strafmaß bei antisemitisch motivierten Straftaten überprüft werden.  kna

Belarus

Die Kushner-Karte

Alexander Lukaschenko sucht die Nähe zu den USA und gibt sich philosemitisch

von Alexander Friedman  18.02.2026

Antisemitismus

In Andorra wird zum Karneval eine Israel-Puppe hingerichtet

In dem kleinen Fürstentum in den Pyrenäen wurde beim Karneval einer Puppe mit Davidstern der Prozess gemacht - die jüdische Gemeinschaft ist empört

 18.02.2026

Meinung

Eklat im Schweizer öffentlich-rechtlichen: Das RTS und der Israelhass

Der eigentliche Skandal ist die Rechtfertigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Rundfunkanstalt sollte ihre publizistischen Leitlinien immer einhalten und auch bei Israel keine Ausnahme machen.

von Nicole Dreyfus  17.02.2026

Der israelische Bobfahrer Adam Edelman nimmt die Hasstiraden gegen seine Person gelassen und will sich auf den Wettkampf konzentieren.

Olympische Winterspiele

Sender verteidigt »Genozid«-Kommentar, nimmt ihn aber offline

Die politischen Einordnungen eines Schweizer TV-Kommentators bei der Abfahrt des israelischen Bobfahrers Adam Edelman sorgen für Debatten. Der Sender verteidigt sich, der Sportler sieht es gelassen

 17.02.2026

Brüssel

Streit um Beschneider: US-Botschafter nennt Belgien »antisemitisch«

In mehreren X-Posts griff Bill White die belgische Regierung scharf an, die wiederum sich die Einmischung verbat. Hintergrund ist ein Strafverfahren gegen drei Mohelim in Antwerpen

von Michael Thaidigsmann  17.02.2026

Boston

Dokumentarfilm-Pionier Frederick Wiseman gestorben

»Dokumentarfilme sind wie Theaterstücke, Romane oder Gedichte – sie haben keine messbare soziale Nützlichkeit«, sagte der Verstorbene einst. Er wurde 96 Jahre alt

 17.02.2026

Österreich

Wiener Oberrabbiner wandert nach Israel aus

Sechs Jahre leitete der gebürtige Schweizer Engelmayer mit einer internationalen Berufsbiografie die jüdische Gemeinde in Wien. Jetzt siedelt er mit seiner Familie nach Israel über

von Burkhard Jürgens  16.02.2026 Aktualisiert

Trauer

»Teheran«-Produzentin Dana Eden stirbt mit 52 Jahren

Sie wurde tot in ihrem Hotelzimmer in Athen aufgefunden

 16.02.2026

Bosnien-Herzegowina

Jüdischer Protest gegen rechtsextrexmen Sänger Thompson

Vergangenes Jahr hatte der kroatische Sänger Thompson mit einem Megakonzert in Zagreb einen Zuschauerrekord gebrochen. Bekannt ist er für rechtsnationalistische Auftritte. Jetzt provoziert er erneut

von Markus Schönherr  16.02.2026