Wirtschaft

Zypern und Israel hoffen auf schnellen Kompromiss im Gasstreit

Bergung von Erdgas im Mittelmeer (Symbolfoto) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Israel und Zypern haben bei Gesprächen über ihren Streit um Erdgasfunde im Mittelmeer nach eigenen Angaben deutliche Fortschritte erzielt. Man habe sich auf einen Zeitplan geeinigt und ein von beiden Seiten ernannter Experte solle danach einen Kompromiss ausarbeiten, sagte die zyprische Energieministerin Natasa Pilides am Montag. Die Gespräche sollten in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

Bei dem Disput geht es um das sogenannte Aphrodite-Erdgasfeld, das nahe der Grenze der exklusiven Wirtschaftszonen beider Länder liegt. Israel fordert einen Anteil an den schätzungsweise 124 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Verhandelt wird seit Jahren. In den vergangenen Monaten ist der Druck gestiegen, weil die EU-Staaten wegen des Ukraine-Krieges nach Ersatz für ihre Erdgas-Importe aus Russland suchen.

Pilides sagte, Zypern und Israel wollten die Gas-Ressourcen im östlichen Mittelmeer voll ausschöpfen und dadurch die Energiequellen und -Lieferwege nach Europa diversifizieren. Ihre israelische Kollegin Karine Elharrar sprach sich in Anbetracht der weltweiten Energiekrise für eine schnelle Lösung aus. Beide Seiten hätten Vertrauen für eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit aufgebaut.

Die Energieriesen Chevron und Shell sowie das israelische Unternehmen NewMed Energy haben die Bohrrechte für das Aphrodite-Feld erworben und wollen Pläne zum Erschließen der Lagerstätte bis Ende des Jahres fertigstellen. ap

Debatte

Antisemitismus und Israel-Hass: Auswärtiges Amt rügt Goethe-Institut für Ausstellung

Um die palästinensisch-amerikanische Künstlerin Basma al-Sharif gab es wegen Social-Media-Posts zuletzt Wirbel. Das gilt auch für die Teilnahme an einer Ausstellung in Vilnius

 04.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  04.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  04.04.2026

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Ramallah

Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen israelisches Todesstrafe-Gesetz

Ein Generalstreik legt das Westjordanland und Ost-Jerusalem lahm. Palästinenser protestieren gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen

 01.04.2026

Wahlkampf in Israel

Opposition stellt Netanjahus Kriegsbilanz infrage

Der Ministerpräsident sei »nicht in der Lage, eine strategische Lösung zu erreichen«, sagt Oppositionsführer Jair Lapid

 01.04.2026

Nahost

11-jähriges Mädchen bei iranischem Streubombenangriff schwer verletzt

Die Lage im Überblick

 01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026