Krieg

Zwei Soldaten sterben bei Helikopterabsturz in Gaza

Ein Blackhawk-Hubschrauber der israelischen Armee (Archivfoto) Foto: Copyright (c) Flash 90 2024

Der Hubschrauber sollte einen schwer verletzten Soldaten in ein Krankenhaus fliegen. Doch beim Landeversuch im südlichen Gazastreifen stürzte der sogenannte »Janschuf-Helikopter« der israelischen Luftwaffe (IAF) in der Nacht zum Mittwoch ab. Zwei Soldaten wurden getötet, sieben weitere verletzt. Die Armee geht von einem Unfall aus.

Erste Untersuchung geht von einem Unfall aus

Nach Angaben der Luftwaffe flog der UH-60 Black Hawk der 123. Staffel mit einem medizinischen Team nach Rafah im südlichen Gazastreifen, um einen bei Kämpfen in der Gegend schwer verwundeten Kampfingenieur zu evakuieren und in ein Krankenhaus in Israel zu fliegen. Doch während der letzten Landephase in einem israelischen Armeelager in Rafah gegen 0.30 Uhr sei der Hubschrauber auf dem Boden aufgeschlagen, anstatt richtig aufzusetzen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Hubschrauber wurde bei dem Absturz schwer beschädigt, und alle Insassen wurden verletzt. Vier von ihnen hätten schwere Verletzungen erlitten, heißt es. Die Namen der Toten wurden noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben.

Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass der Absturz nicht durch feindliches Feuer aus Gaza verursacht worden, sondern ein Unfall gewesen sei, gab die IDF an. Die Absturzursache werde derzeit allerdings noch weiter untersucht. Nach dem Vorfall berief der Kommandeur der IAF, Tomer Bar, ein Untersuchungskomitee ein, um Näheres herauszufinden. Es gebe keine Änderungen an den operativen Aktivitäten der Luftwaffe, hieß es weiter.

Die Black-Hawk werden für Transportmissionen eingesetzt

Black-Hawk-Hubschrauber, auf Hebräisch als Eule (Janschuf) bezeichnet, werden von der IAF für Transportmissionen, zum Bringen sowie Holen von Truppen und dem Evakuieren von Verletzten aus dem Kriegsgebiet eingesetzt.

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

Meinung

Friedensrat für Gaza oder Kriegsrat gegen Israel?

In Zukunft sollen ausgerechnet die Hamas-Unterstützerstaaten Katar und die Türkei im Friedensrat über den Gazastreifen mitbestimmen dürfen. Für Israel sollte das eine Warnung sein, sich unabhängiger von den USA zu machen

von Daniel Neumann  21.01.2026

Jerusalem

Opposition könnte gemeinsam gegen Netanjahu antreten

Der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot bringt eine gemeinsame Liste mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Oppositionsführer Yair Lapid ins Spiel

 21.01.2026

Jerusalem

Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum »Friedensrat« an

Israels Premier hatte sich über die personelle Besetzung eines Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen durch das Weiße Haus geärgert. Doch die Einladung zum »Friedensrat« schlägt er nicht ab

 21.01.2026

Knesset

Netanjahu schließt türkische und katarische Truppen in Gaza aus

Der Ministerpräsident räumt ein, es habe mit Washington »eine gewisse Auseinandersetzung« über Gaza gegeben. Die Opposition wirft ihm Versagen vor

 20.01.2026

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026

Gazastreifen

Trump lädt Netanjahu und Putin in »Friedensrat« ein

Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung überwachen. Auch der israelische Premier soll dabei sein

von Sabine Brandes  19.01.2026

Hamas-Massaker

»Keine Ausreden mehr«

Vor und in der Knesset gibt es Proteste, als die Anhörungen zur politischen Untersuchung zu den Versäumnissen vor dem 7. Oktober beginnen

von Sabine Brandes  19.01.2026

Verhandlungen

Eltern der letzten Geisel fordern Ultimatum an Hamas

Die Angehörigen fürchten, dass Ran Gvili, der getötete israelische Polizist, in Phase zwei »in Gaza zurückgelassen« wird

von Sabine Brandes  18.01.2026