Israel

Ziele im Süden Syriens angegriffen

Israelische Soldaten patroullieren auf den Golanhöhen in der Nähe der Grenze zu Syrien. Foto: Flash 90

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Ziele im Süden Syriens mit Kampfflugzeugen und -hubschraubern beschossen. Angegriffen worden seien unter anderem Beobachtungsposten sowie Kommando- und Kontrollsysteme auf Stützpunkten der syrischen Armee, teilte das Militär (Israeli Defense Forces – IDF) am Montagabend mit.

Dies sei eine Reaktion auf den vereitelten Sprengstoffanschlag an der Grenze zu Syrien auf den Golanhöhen gewesen. »Die IDF machen die syrische Regierung für alle Aktivitäten auf syrischem Boden verantwortlich«, hieß es.

KUNEITRA Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte erfolgte der Angriff auf Militärstellungen in der Region Tel al-Ahmar in der Provinz Kuneitra. Die von israelischen Hubschraubern aus abgeschossenen Raketen hätten nur Sachschäden angerichtet, hieß es in dem Bericht des syrischen Fernsehens. Die syrische Armee habe die Angriffe vom Boden aus erwidert.

Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter gab es außerdem Angriffe auf pro-iranische Stellungen in der Ortschaft Abu Kamal nahe der syrischen Grenze zum Irak.

SICHERHEITSZAUN Das israelische Militär hatte zuvor mitgeteilt, eine vierköpfige Gruppe daran gehindert zu haben, Sprengstoff an einem unbesetzten IDF-Posten nahe dem Sicherheitszaun auf den Golanhöhen zu platzieren. Die vier Männer seien daraufhin beschossen worden. Ein IDF-Offizier sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Armee gehe davon aus, dass alle Mitglieder der Gruppe getötet worden seien. Unklar blieb, welcher Organisation sie angehörten.

Auf den Golanhöhen im Norden des Landes nahmen die Spannungen an den Grenzen zum Libanon und zu Syrien zuletzt zu. Die israelische Armee verstärkte ihre Truppen dort. Ein zur libanesischen Terrororganisation Hisbollah gehörender TV-Sender hatte Israel zuvor für den Tod eines ranghohen Mitglieds der Schiitenmiliz bei einem Angriff in Syrien verantwortlich gemacht. Befürchtet wurden daraufhin Vergeltungsaktionen. dpa/ja

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Jerusalem

Israel ernennt ersten Botschafter für Somaliland nach Anerkennung der Region

Einen Botschafter Somalilands in Israel gibt es bereits. Im Januar wurde Mohamed Hagi für den posten ernannt

 27.04.2026

Nord-Israel

Wieder Sicherheitsbeschränkungen in Nordisrael eingeführt

Das Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron kann in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

7. Oktober

Der Angriff auf den Kibbuz Holit: Erst Nachmittags kam Hilfe

IDF-Bericht: Rund 60 palästinensische Terroristen dringen am frühen Morgen in das Areal ein. Bei dem Massaker werden 13 Zivilisten ermordet. Neun Bewohner werden als Geiseln verschleppt

 27.04.2026

Studie

Kriege verändern Schlaf, Ernährung und Bewegung deutlich

Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem warnen, dass Stress, Angst und Unsicherheit zu ungesunden Gewohnheiten führen

 27.04.2026

Reisen

Internationale Airlines bleiben weiter weg

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfiehlt EU-Fluggesellschaften, den Luftraum über Israel zu meiden

von Sabine Brandes  27.04.2026

Essay

Eva Erben: Was es bedeutet, Israeli zu sein

Die tschechische Holocaust-Überlebende kam 1948 mit ihrem Mann Peter nach Israel

 27.04.2026