Wetter

Winterstürme im Frühling

Regenschirm statt Sonnenbrille in Jerusalem Foto: Flash 90

Direkt nach dem Pessachfest mussten die Israelis ihre warme Winterkleidung wieder herausholen. Ungewöhnlich kaltes Wetter mit extremen Regen- und Hagelfällen hält derzeit das Land in Atem. Auf dem Berg Hermon in den Golanhöhen fielen 20 Zentimeter Schnee – obwohl die Skisaison in der Region eigentlich schon lange vorüber ist.

Am Freitag zog eine Sturmfront mit starken Niederschlägen in die Gegend, nachdem es an den ersten Tagen von Pessach, das auch Frühlingsfest genannt wird, frühsommerlich warm gewesen war. Tausende Israelis unternahmen Ausflüge in die Parks und packten am Strand sogar die Badehosen aus.

niederschlag Doch am vergangenen Wochenende regnete es fast unaufhörlich, die Temperaturen fielen drastisch. An der Küste und im westlichen Galiläa gingen insgesamt mehr als 100 Millimeter Niederschlag nieder, im Norden waren es bis zu 90 und im Zentrum noch etwa 40 Millimeter. Sogar in der sonst zu dieser Jahreszeit trockenen Negevwüste bekamen Spaziergänger pitschnasse Füße. In Tel Aviv prasselten am Sonntagnachmittag Hagelkörner von einem Zentimeter Durchmesser auf die Straßen.

Während Regenfälle in der Mitte des Monats April für Israel nicht sehr ungewöhnlich seien, wie Meteorologen den verwunderten Israelis im Fernsehen erklärten, so sei die Kombination aus sehr kühlen Temperaturen und heftigen Regengüssen doch extrem selten. In Jerusalem fröstelten die Menschen auf dem Weg zur Arbeit am Sonntagmorgen bei Temperaturen, die 13 Grad unter den durchschnittlichen lagen. In den vergangenen 65 Jahren war es nur zweimal so kalt gewesen.

Trotz des ungemütlichen Wetters gibt es gute Nachrichten: Mit den jüngsten Niederschlägen stieg der Pegel des nationalen Wasserindikators, des Sees Genezareth, um fünf Zentimeter. Am Dienstag soll das kalte Wetterspektakel schon wieder vorbei sein.

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Gadi Eizenkot stellt klar: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert Benjamin Netanjahu für dessen Versagen vor dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  22.10.2026

Wahlen

»Ein Geschenk an Israels Feinde«

Yair Lapid wirft Netanjahu vor, mit Provokationen gegenüber dem Iran aus Wahlkampfkalkül die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen / Verteidigungsminister Katz macht die Opposition für mögliche künftige Anschläge verantwortlich

von Sabine Brandes  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation soll Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026