Nahost

»Wenn die Hamas Krieg will, dann bekommt sie Krieg«

Israels Präsident Reuven Rivlin Foto: dpa

Israels Präsident Reuven Rivlin hat die palästinensische Terrororganisation Hamas im Zusammenhang mit den fortwährenden Ballon-Angriffen aus dem Gazastreifen gewarnt.

»Die Hamas sollte wissen, dass dies kein Spiel ist«, sagte Rivlin am Dienstag bei einem Besuch in Orten, die an das Küstengebiet grenzen. »Die Zeit wird kommen, da sie sich entscheiden müssen, und wenn sie Krieg wollen, dann bekommen sie Krieg.«

BRÄNDE Rivlin dankte bei seinem Besuch auch den Feuerwehrkräften, die zuletzt häufig Brände löschen mussten, die durch die Ballon-Angriffe verursacht wurden.

Palästinensische Terroristen ließen zuletzt täglich Dutzende Ballons, an denen Brandflaschen oder Sprengsätze befestigt waren, aus dem Gazastreifen in Richtung Israel fliegen. Auch Raketen wurden in den vergangenen Wochen wieder auf Israel abgefeuert.

Die israelische Armee beschoss daraufhin jeweils Ziele im Gazastreifen, um die israelischen Bürger zu schützen. Zudem wurden Waren- und Treibstofflieferungen in das Küstengebiet untersagt.

DRUCK Experten gehen davon aus, dass die Hamas mit den Angriffen auf Israel auch Druck auf Katar ausüben will, damit der Golfstaat Zahlungen in Millionenhöhe für das Palästinensergebiet fortsetzt.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitserwägungen. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von Israel, USA und EU als Terrororganisation eingestuft. Ihr Ziel ist die Auslöschung des jüdischen Staates. dpa/ja

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Reisen

2,4 Millionen Israel-Flugtickets könnten storniert werden

Noch immer nehmen US-Maschinen den größten Teil des Ben-Gurion-Flughafens in Beschlag. Verkehrsministerin Regev warnt vor Schäden in Milliardenhöhe

von Sabine Brandes  15.06.2026

Rehovot

Israelis entwickeln neue Methode zur Suche nach außerirdischem Leben

Wissenschaftler des Weizmann-Instituts haben ein statistisches Analysewerkzeug entwickelt, das anhand von Molekülmustern erkennt, ob bestimmte Stoffe biologischen Ursprungs sind

 15.06.2026

Tel Aviv

Naftali Bennett: »Netanjahu kann es einfach nicht mehr«

»Er kann keine Kriege gewinnen. Er kann die Kriminalität nicht bekämpfen. Er kann die Preise nicht senken. Er kann die Ultraorthodoxen nicht in die israelische Gesellschaft integrieren«, sagt der Kandidat der Partei »Zusammen«

 15.06.2026

Kommentar

Die Welt atmet auf, viele Juden tun es nicht

Weder Hamas noch Hisbollah sind verschwunden. Das iranische Regime sitzt weiterhin in Teheran, mit derselben Ideologie, die den 7. Oktober verursacht hat

von Guy Katz  15.06.2026

Washington D.C.

Trump über Netanjahu: Er hat kein Urteilsvermögen

Der amerikanische Präsident beschwert sich über Israels jüngste Attacken auf Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt: »Warum musste Bibi einen verdammten Angriff durchführen?«

 15.06.2026

Palästinensische Gebiete

Abbas kündigt Präsidentschaftswahlen für 2027 an

Es wären die ersten seit 20 Jahren

 14.06.2026