Israel

Wehrpflicht für Männer gekürzt

IDF-Soldaten im Einsatz: Die israelische Armee gilt als eine der besten der Welt. Foto: Flash 90

Israels Armee hat die Wehrpflicht für Männer auf zweieinhalb Jahre verkürzt. Das Militär teilte am Mittwoch mit, die neue Regelung gelte von sofort an.

Für Frauen solle der Wehrdienst weiter zwei Jahre lang dauern. In der Vergangenheit mussten Männer in Israel drei Jahre dienen, danach wurde die Wehrpflicht auf zunächst 32 Monate verkürzt.

Rekruten Die israelische Armee gilt als eine der besten der Welt. Während immer mehr Frauen in Kampfeinheiten drängen, hatte das Militär in den vergangenen Jahren aber gleichzeitig mit einer allgemein sinkenden Motivation von Rekruten zu kämpfen.

Die »Jerusalem Post« berichtete zu Jahresbeginn, fast die Hälfte der Männer schließe den Wehrdienst nicht mehr bis zu Ende ab oder trete ihn gar nicht erst an.

Rund 33 Prozent der Mäner und mehr als 44 Prozent der Frauen würden von vornherein vom Wehrdienst befreit. Als Grund würden häufig psychische Probleme angegeben.

Am Streit um ein Gesetz, das schrittweise mehr ultrareligiöse Männer zum Wehrdienst verpflichten soll, zerbrach Ende 2018 die Regierungskoalition. dpa

Medien

Wechsel im ARD-Studio Tel Aviv: Sophie von der Tann wird abgelöst

Während der BR seine Korrespondentin in höchsten Tönen lobt, wurde extern immer wieder heftige Kritik geübt. Von der Tanns Nachfolgerin in Israel ist Pia-Marie Steckelbach

 14.07.2026

Kommentar

Wenn Studenten wieder anfangen, Juden auszugrenzen

Es sind Beschlüsse wie der Boykott-Beschluss des Studierendenparlaments der Humboldt-Uni, bei denen man sich unwillkürlich fragt, ob die zukünftige sogenannte deutsche Bildungselite noch zu retten ist

von Leeor Engländer  14.07.2026

Tel Aviv

US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen: Sommerflugplan gefährdet

Rund 75 US-Tankflugzeuge und Transportmaschinen nehmen Platz ein, der dringend für zivile Flüge gebraucht wird

 14.07.2026

Jerusalem

Eli Vered Hazan wird neuer Weltvorsitzender des Keren Hayesod

Der bisherige Botschafter folgt auf Sam Grundwerg, der den Hilfsfonds in den vergangenen acht Jahren geführt hat

 14.07.2026

Jerusalem/Teheran

Mossad-Chef soll Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getroffen haben

Laut einem Bericht der »New York Times« soll Israel an einer Operation gearbeitet haben, den früheren Schoa-Leugner und Befürworter eines Atomprogramms zurück an die Macht zu bringen

von Ralf Balke  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Generalstabschef kritisiert Gesetzentwurf zu Haredi-Wehrdienst scharf

Es sei »unvorstellbar«, dass die Armee, deren Soldaten seit zweieinhalb Jahren außergewöhnliche Opfer brächten, gleichzeitig an einem System mitwirken solle, das massenhafte Ausnahmen von Strafverfolgung ermögliche, sagt der Armeechef

 14.07.2026

Brüssel

900 Millionen Euro Herzenswärme

Knapp eine Milliarde Euro soll für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gehen. Dass die Mittel am Ende tatsächlich nur in die zivile Infrastruktur fließen, ist zweifelhaft

von Michael Thaidigsmann  13.07.2026

Essay

Wann endet ein Flüchtlingsstatus?

Der Flüchtlingsstatus ist kein Dauerzustand. Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  13.07.2026