Israel

Wegen Betrugs verurteilt

Ein Unterstützer des ehemaligen Oberrabbiners am 15. Mai 2017 im Jerusalemer Bezirksgericht Foto: Flash 90

Der ehemalige sefardische Oberrabbiner Israels, Eliyahu Bakshi-Doron (76), ist wegen schweren Betrugs, Urkundenfälschung und Vertrauensbruch vom Jerusalemer Bezirksgericht schuldig gesprochen worden. Das berichtete die »Times of Israel«. Bakshi-Doron ist nach Yonah Metzger in diesem Jahr bereits der zweite ehemalige Oberrabbiner Israels, der wegen Betrugs verurteilt wurde.

Rabbiner Eliyahu Bakshi-Doron soll sich laut dem Bericht der »Times of Israel« an einem Schwindel-System beteiligt haben, bei dem Hunderte von Millionen Schekel in die Taschen von Angestellten des Staates gewandert sein sollen. Außerdem soll er falsche Bescheinigungen für Torastudien ausgestellt haben. Das Strafmaß steht noch nicht fest.

Deal Im Februar 2017 war der ehemalige aschkenasische Oberrabbiner des Landes, Yonah Metzger, zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Metzger hatte sich des Betrugs, Diebstahls, Geldwäsche, Steuervergehen und der Annahme von Schmiergeld in Höhe von etwa zehn Millionen Schekel (etwa 2,5 Millionen Euro) schuldig bekannt.

In einem Deal mit der Staatsanwaltschaft war der Rabbiner zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Metzger sitzt seine Strafe im Gefängnis Maasiyahu in der israelischen Stadt Ramle ab. ag

Jerusalem

Klima-Forscher: Teile Israels könnten unbewohnbar werden

Israelische Klimaforscher sagen, der südliche Arava-Raum, Eilat sowie das Jordantal seien besonders gefährdet

 22.04.2026

Westjordanland

Berichte über Verletzte nach Siedler-Angriff

Radikale Siedler haben Berichten zufolge in einem Dorf palästinensischen Besitz in Brand gesteckt. Mehrere Menschen mussten wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden

 22.04.2026

Terroristen-Gefängnis

Hamas-Terroristen belästigten Reservistinnen sexuell

Eine Reservistin sagt dem Sender KAN, Häftlinge hätte vor ihr masturbiert und ihr erniedrigende Blicke zugeworfen. Die psychischen Folgen seien bis heute spürbar

 22.04.2026

Tel Aviv

Mutter von Hersh Goldberg-Polin veröffentlicht Buch über Kampf für ihren Sohn

Sie habe vor allem die Wahrheit erzählen wollen, sagt Rachel Goldberg-Polin – und diese sei »sehr hässlich«

 22.04.2026

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026