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Vögel, Melone, Kino

Ziehen Einzelkinder auf: Gänsegeier Foto: Getty Images/iStockphoto

Vögel
Gute Nachrichten aus den Nestern der Gänsegeier in Israel: Ihre Zahl steigt stetig und befindet sich 2020 auf dem höchsten Stand seit acht Jahren, berichtet die Natur- und Parkbehörde. Im Juni dieses Jahres zählte sie 206 Vögel, im Jahr 2012 waren es nur 146. Die Geier werden zweimal jährlich bei der Aktion »Spreading Wings« gezählt. Sie leben in zwei Gegenden, in den Negev-Bergen im Süden des Landes und in Obergaliläa. Allerdings ist die Fortpflanzung langsam. Weibchen sind erst mit fünf Jahren geschlechtsreif und ziehen dann lediglich ein Küken pro Jahr auf. Für den Schutz wird viel getan, denn die Vögel sind für das Ökosystem von großer Bedeutung, sie ernähren sich unter anderem von Aas und halten so die Umwelt sauber. Mit dem »Raptor Nestcam-Projekt« können die Gänsegeier in ihren Nestern unter www.birds.org.il live beobachtet werden.

Melone
Die liebste Sommerfrucht der Israelis ist die Wassermelone, die in vielen Sorten angeboten wird. Die Malali allerdings wird nicht wegen ihres süßen Inneren, sondern ausschließlich für die besonders knackigen Kerne gezüchtet. Fruchtfleisch und Schale bleiben als Abfall auf den Feldern liegen, die jährlich 8200 Tonnen von schädlichem CO2 in die Atmosphäre senden. Nun jedoch hat eine israelische Studie herausgefunden, dass die Überreste genutzt werden können, um Ethanol herzustellen. Bislang gibt es in Israel keine Ethanol-Industrie. Durch die Verwendung der Melonenabfälle könnte sie jedoch komplett ohne Landverlust, direkt auf den Feldern, aufgebaut werden. Die Malali, die anders als andere Sorten voller Kerne steckt, wird auf rund 40 Quadratkilometern angebaut. Sie ist nach dem Dorf Kfar Malali benannt, wo sie gezüchtet wurde.

Gewalt
Präsident Reuven Rivlin hat sich am Wochenbeginn mit arabischen Müttern getroffen, deren Kinder Opfer von illegalen Schusswaffen geworden sind. Die Frauen kamen als Vertreterinnen der Aktion »Mütter für Leben« ins Beit Hanasi in Jerusalem. Muna Khalil aus Haifa und Jiaza Jabali verloren ihre Söhne durch tödliche Schüsse, Fardous Habiballah ihre einzige Tochter, die erst 16 Jahre alt war, als sie starb. Nachdem er den Müttern sein Beileid ausgesprochen hatte, machte Rivlin klar: »Dies ist kein Problem für die arabische Gemeinde allein. Es ist ein Thema, das wir gemeinsam angehen müssen. Es ist unser aller Verantwortung«. Man müsse Nein zu Gewalt, Gesetzlosigkeit und illegalen Schusswaffen sagen.

Unterstützung
Israel befindet sich im Vergleich mit anderen Ländern bei der finanziellen Unterstützung für Firmen und Haushalte wegen der Corona-Krise an letzter Stelle. Das veröffentlichte die Bank of Israel in der vergangenen Woche. Die Zuschüsse wurden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt gemessen. Während in Israel lediglich 3,3 Prozent an Unterstützung flossen, waren es in Australien 11,5, in Singapur 9,8 sowie in Neuseeland und Thailand jeweils acht Prozent. Polen, Brasilien und Schweden liegen mit Zahlen von 3,6 bis 3,9 Prozent kurz hinter Israel. Das Finanzministerium in Jerusalem bestreitet die Angaben der Bank jedoch und gibt an, dass die Unterstützung tatsächlich bei 13,9 Prozent liege.

Räder
Das Radrenn-Team »Israel Start-Up Na-tion« hat ein weiteres neues Mitglied: Der Kanadier Michael Woods wird in der nächsten Saison dabei sein. Zuvor hatte der viermalige Tour-de-France-Gewinner Chris Froome seinen Beitritt verkündet. Woods, als »Weltklasse-Kletterer« bekannt, soll vor allem Froome unterstützen. Der 33-Jährige ist nach dem Norweger Carl Frederik Hagen und Sebastian Berwick aus Australien der dritte Kletterer, der zu Froomes Diensten geholt wurde. »Der Kanadier Woods wird das Team in monumentalen Rennen anführen«, ließ das Management wissen. Woods gewann bei der Weltmeisterschaft 2018 eine Bronzemedaille. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei »Israel Start-Up Nation«.

Kino
Um die Unterhaltungsindustrie wieder anzukurbeln, werden in verschiedenen israelischen Städten besondere Aktionen gestartet. Im Tel Aviver Hayarkon-Park finden vom 22. bis 28. August außergewöhnliche Filmvorführungen statt: Beim ersten »schwimmenden Kino« auf dem See im Park können Städter in 70 Booten aktuelle Filme anschauen. Das sogenannte »Sail-In-Kino« wird unter freiem Himmel und entsprechend aller Vorgaben der sozialen Distanz veranstaltet. Die acht Vorführungen sind eine Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und der Cinematheque, die seit März wegen der Pandemie außer Betrieb ist.

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