Israel

USA setzen keine Frist für Entwaffnung der Hamas

US-Vizepräsident JD Vance besuchte am Dienstag zusammen mit dem Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Israel Foto: copyright (c) Flash90 2025

Die USA pochen auf die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas – setzen dafür bislang aber keine zeitliche Frist. US-Vizepräsident JD Vance antwortete bei seinem Besuch in Israel auf die Frage von Journalisten, wie viel Zeit die Terrororganisation habe, um ihre Waffen niederzulegen, bevor die USA entweder Maßnahmen ergreifen oder ihre Verbündeten dazu aufrufen: Er werde keine explizite Frist setzen, was auch der Präsident bislang abgelehnt habe. Vieles sei in der aktuellen Lage unvorhersehbar. Er betonte zugleich, die Hamas müsse sich an Vereinbarungen halten.

Im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump steht die Entwaffnung von Terrorgruppen im Gazastreifen. Die Islamisten lehnen diese aber ab. Das ist ein Streitpunkt.

Vance bittet um Geduld zu toten Geiseln

Im Mittelpunkt seines Besuches stünde die Rückgabe der noch im Gazastreifen verbliebenen toten Geiseln, sagte Vance und bat zugleich um Geduld. Die Rückgabe sei schwierig und könne nicht »über Nacht erfolgen«. Einige Opfer seien unter Tonnen von Gestein begraben, bei anderen sei unklar, wo sie sich befinden.

Vance sagte auch, langfristig sei das Ziel, dass die Bevölkerung in Gaza in einer »florierenden und sicheren« Umgebung lebe. Der für die USA in die Verhandlungen involvierte Manager und Schwiegersohn Trumps, Jared Kushner, erläuterte dazu: Geld für den Wiederaufbau werde aber nur in Gegenden fließen, die nicht von der Hamas kontrolliert werden.

Koordinationszentrum mit 200 Amerikanern

Vance zeigte sich optimistisch, dass die Waffenruhe in der Region halte. Die USA nehmen derzeit in der Region eine Koordinatorenrolle ein. Dazu dient ein Zentrum in Israel namens Civil-Military Coordination Center (CMCC). Den Militärangaben zufolge sind dort 200 US-Kräfte eingesetzt. Es soll als eine Art Drehscheibe dienen, mit dem Ziel der Konfliktvermeidung in der Region. Es geht auch um Organisation rund um Güter, die nach Gaza gelangen. Vance bekräftigte, dass das US-Militär keine Bodentruppen im Gazastreifen einsetzen werde. dpa/ja

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