Terror gegen Israel

UN-Kommissar fordert Untersuchung mutmaßlicher sexueller Hamas-Gewalt

Menschenrechtskommissar Volker Türk Foto: picture alliance/KEYSTONE

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat eine gründliche Untersuchung mutmaßlicher sexueller Gewalt von Hamas-Terroristen gefordert. Die Opfer sexueller Gewalt, für die teilweise auch andere bewaffnete palästinensische Gruppen in Israel verantwortlich seien, hätten ein Anrecht darauf, erklärte Türk am Mittwoch in Genf. Die möglichen Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Nach Türks Worten kommen mehr und mehr Informationen über geschlechtliche Gewalt als Teil des Terrorangriffs auf Israel am 7. und 8. Oktober ans Tageslicht. Nach israelischen Angaben vergewaltigten Islamisten bei ihrem Überfall zahlreiche Menschen oder begingen andere sexuelle Gewaltverbrechen. Viele der Opfer seien getötet worden.

Der Menschenrechtskommissar betonte weiter seine große Sorge über Kommentare von israelischen Politikern und Ex-Politikern sowie von Hamas-Funktionären, die zum Hass aufriefen und Gegner entmenschlichten. Ein Gericht müsse sich mit diesen Aussagen befassen.

Es sei von entscheidender Bedeutung, dass alle schwerwiegenden Verstöße gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht rigoros untersucht würden, betonte der Hochkommissar. Türk rief erneut zu einem humanitären Waffenstillstand im Nahost-Konflikt auf, um den notleidenden Menschen im Gaza-Streifen dringend benötigte Güter zu liefern.

Die Hamas hatte bei ihrem Angriff auf Israel etwa 1.200 Menschen getötet und rund 240 Geiseln genommen. Israels Armee reagierte mit einem massiven Beschuss des Gaza-Streifens und riegelte das Gebiet ab, das die Hamas beherrscht. Die Hamas und israelische Truppen liefern sich Bodenkämpfe. Im Gaza-Streifen leben 2,3 Millionen Menschen. Tausende Menschen kamen dort bereits ums Leben. epd

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was genau sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026