Jerusalem

Tischa beAw auf dem Tempelberg

An der Kotel: Juden ist das Gebet auf dem Tempelberg nicht erlaubt. Foto: Flash 90

Rund 800 Juden haben am Donnerstag zum Gedenk- und Trauertag Tischa beAw den Jerusalemer Tempelberg besucht.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain, wie israelische Medien meldeten. Auf dem Gelände stand früher der jüdische Tempel; heute befinden sich dort die muslimische Al-Aksa-Moschee und der Felsendom.

zwischenfälle Den Berichten zufolge kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. So erhielten zehn Juden Platzverweise, als sie sich zum Gebet auf den Boden legten oder nationale Symbole zeigten. Zwei Muslime seien wegen antijüdischer Slogans verhaftet worden.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain.

Der Tempelberg, mit arabischem Namen Haram al-Sharif, wird von der muslimischen Waqf-Behörde kontrolliert. Muslime können dort uneingeschränkt beten. Nichtmuslime dürfen die Stätte zu bestimmten Zeiten besuchen, dort aber weder beten noch religiöse Zeremonien abhalten.

Der Trauertag Tischa beAw, der am Mittwochabend als 24-stündiger Fastentag begann, erinnert an die Zerstörung des Ersten Tempels im Jahr 587 v.d.Z. durch die Babylonier und des Zweiten Tempels im Jahr 70 durch den römischen Feldherrn Titus. kna

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