Jerusalem

Telefonische Erreichbarkeit auch an Schabbat

Yitzhak Yosef, der sefardische Oberrabbiner Israels Foto: Flash 90

Israels sefardischer Oberrabbiner Yitzhak Yosef hat Juden aufgerufen, auch am Schabbat ihre Telefone angeschaltet zu lassen.

»Es gibt keinen Zweifel für all jene, die auf das Coronavirus getestet wurden, ihre Telefone am Schabbat angeschaltet zu lassen, damit das Gesundheitsministerium sie über die Resultate informieren und ihnen sagen kann, wohin sie sich zu evakuieren haben«, sagte Yosef laut israelischen Medien (Donnerstag) in einem religionsrechtlichen Urteil.

infektion Auch, wer nicht getestet wurde, solle das Telefon angeschaltet lassen, für den Fall, dass eine Infektion im näheren Umfeld bestätigt würde. Der Oberrabbiner forderte die Bereitstellung von Fahrzeugen mit Lautsprechersystemen, damit an Schabbat in streng religiös-jüdischen Gebieten über eventuelle Isolierungsmaßnahmen informiert werden könne.

Zudem legte Yosef fest, dass alle Synagogen in Krankenhäusern geschlossen werden müssten.

Zudem legte Yosef fest, dass alle Synagogen in Krankenhäusern geschlossen werden müssten, weil ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen Betern nur schwer einzuhalten sei.

Yosef, der sein Urteil laut Berichten als »dramatisch« bezeichnete, begründete dies mit der jüdischen Pflicht zur Rettung gefährdeten Lebens (Pikuach Nefesch), die Vorrang vor anderen religiösen Vorschriften wie dem Verbot der Nutzung elektronischer Geräte am jüdischen Ruhetag Schabbat hat.  kna

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Botschafter, Kontrolle, Künstliche Intelligenz

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