Europäische Rundfunkunion

Streit um Israel beim ESC: Veranstalter plant Online-Votum

Die aktuelle Debatte weckt Zweifel am Motto des ESC. Foto: picture alliance / HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com

In der laufenden Kontroverse um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) 2026 beruft der Veranstalter, die Europäische Rundfunkunion (EBU), eine virtuelle Sondersitzung der Mitglieder ein. Dabei soll im November eine Abstimmung über die Teilnahme erfolgen. Israel wird allerdings in der Stellungnahme nicht erwähnt.

»Wir können bestätigen, dass der Vorstand der Europäischen Rundfunkunion einen Brief an die Generaldirektoren aller unserer Mitglieder geschickt hat, in dem er sie darüber informiert, dass eine Abstimmung über die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung der EBU-Generalversammlung stattfinden wird, die Anfang November online abgehalten wird«, teilte die EBU auf Anfrage mit. »Derzeit haben wir nichts Weiteres hinzuzufügen.« Der nächste ESC findet 2026 in Wien statt. 

Bericht: EBU setzt auf »demokratische Entscheidungsgrundlage«

Über die geplante Abstimmung hatte zuvor die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet. Sie zitierte aus dem Brief an die Mitglieder. Darin werde auf die »beispiellose Meinungsvielfalt« der EBU-Mitglieder bezüglich der Teilnahme Israels Bezug genommen, wie die APA berichtet. Weil keine einvernehmliche Position zu erreichen sei, setze man auf eine breitere, demokratische Entscheidungsgrundlage in einer Abstimmung, bei der alle Mitglieder eine Stimme haben sollen, zitiert die APA weiter aus dem Schreiben.

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2024 und 2025 hat es wegen des Gaza-Kriegs Straßenproteste gegen die Teilnahme Israels gegeben. Mehrere Länder haben inzwischen angekündigt, beim Wettbewerb 2026 nicht teilzunehmen, wenn Israel nicht ausgeschlossen wird. Österreich, das den ESC im nächsten Jahr austrägt, hat sich dagegen für eine Teilnahme Israels ausgesprochen. dpa/ja

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