Israel

Stilles Gedenken

Gedenken in Israel am Jom Haschoa Foto: Flash 90

Israel hat am Donnerstag der sechs Millionen Juden gedacht, die während des Holocaust von den deutschen Nationalsozialisten und ihren Helfern ermordet wurden.

Am Vormittag heulten landesweit zwei Minuten lang die Sirenen. Fußgänger blieben stehen und verharrten in stillem Gedenken. Autofahrer stoppten ihre Fahrzeuge auf der Straße und stiegen aus. In der zentralen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem begann anschließend eine Gedenkzeremonie.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Hilfe Nach Angaben des zuständigen Finanzministeriums sind in Israel noch rund 210.000 Holocaust-Überlebende registriert, die Unterstützung erhalten. 58.000 davon stammten aus nordafrikanischen Ländern sowie dem Irak. Sie hätten während des Holocaust unter antisemitischer Verfolgung gelitten.

Während einer Gedenkstunde in Yad Vashem warnte Israels Staatspräsident Reuven Rivlin am Mittwochabend vor neuem Antisemitismus. »Europa wird wieder von den Geistern der Vergangenheit verfolgt – Ideen von Überlegenheit, nationaler Reinheit, Fremdenhass, offener Antisemitismus von links und rechts«, sagte Rivlin.

»Wir sind nicht am Rande eines neuen Holocaust oder Ähnliches. Aber wir können den alt-neuen Antisemitismus nicht ignorieren, der wieder sein Haupt erhebt, angeheizt durch Einwanderungswellen, Wirtschaftskrisen und Enttäuschung von der politischen Führung«, ergänzte der Staatspräsident.

Anschläge Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte: »Die radikale Rechte, die radikale Linke und der radikale Islam sind sich in einem einig: dem Hass auf Juden.« Dieser Hass zeige sich auch in »niederträchtigen Attacken auf Betende in Synagogen«, sagte er mit Blick auf die Anschläge in den USA.

Die Zahl gewaltsamer antisemitischer Vorfälle hat nach einem israelischen Bericht im vergangenen Jahr weltweit deutlich zugenommen. 2018 seien bei 13 Morden an Juden antisemitische Hintergründe registriert worden, die höchste Zahl im Vergleich zu den Vorjahren, teilte die Universität Tel Aviv am Mittwoch mit.  dpa

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026

Jerusalem

Netanjahu strebt Gesetzesänderung an

Der Ministerpräsident reagiert damit auf die Diskussion um den Dokumentarfilm »Naza«. Über dessen Macher Yuval Abraham und Rachel Szor sagt der Regierungschef: »Ihr Platz ist nicht hier.«

 17.09.2026

New York/Tel Aviv/Rabat

Israel und Marokko wollen Beziehungen weiter aufwerten

Im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen begann Marokko 2020, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Nun einigen sich die Außenminister beider Länder auf die Umsetzung konkreter Schritte

 17.09.2026