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Sport, Schekel, Tanker

Spieler von Maccabi Tel Aviv (in Blau-Gelb) Foto: imago images/Scanpix

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Sport, Schekel, Tanker

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  23.02.2023 15:30 Uhr

Sport
Das Volleyballteam von Maccabi Tel Aviv hat Geschichte geschrieben, indem es sich für das Finale des Volleyball Challenge Cup qualifiziert hatte und so als erstes israelisches Team ein europäisches Finale erreichte. Die Mannschaft von Trainer Gal Galili errang einen Sieg mit 3:1 gegen den portugiesischen Klub Fonte do Bastardo. Das Team in Blau-Gelb hat in dieser Saison einen langen Weg zurückgelegt und es geschafft, sich von Niederlagen in früheren Spielen zu erholen. Maccabi Tel Aviv trifft entweder auf Panathinaikos Athen oder den erfolgreichsten Klub der griechischen Volleyballgeschichte, Olympiacos SNP.

Schekel
Die Währung Neuer Israelischer Schekel ist weiter auf dem Kurs nach unten gegenüber Euro und Dollar. Ende vergangener Woche legte die Bank of Israel den Schekel-Dollar-Kurs auf 3,56 fest, der niedrigste Wert seit November 2022. Der Schekel-Euro-Kurs liegt derzeit bei 3,79. Experten erklären, vor allem zwei Faktoren seien für diese Entwicklung verantwortlich: ein starker Dollar und die Verunsicherung im In- und Ausland über die geplante Justizreform der Regierung. In Israel würden Gelder aus den lokalen Banken abfließen, während Investoren sich sorgen, wie sich die Gesetzesänderungen auf die Wirtschaft auswirken.

Tanker
Ein Tanker, der einem Unternehmen gehört, das von einem Israeli geleitet wird, wurde in der vergangenen Woche von einer sogenannten Selbstmorddrohne im Arabischen Meer angegriffen. Das berichteten internationale Medien. Das Schiff, das von der griechischen Firma Eletson verwaltet wird, sei von einem unbemannten Luftfahrzeug des Typs Shahed 136 attackiert worden, das auch Russland bei seiner Invasion in der Ukraine einsetze, so die BBC. Eletson bestätigt den Vorfall mit der Erklärung, »dass unser Schiff, der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker Campo Square, im Arabischen Meer etwa 300 Seemeilen vor den Küsten Indiens und Omans von einem Objekt aus der Luft getroffen wurde«. Die Besatzung sei wohlauf, das Schiff habe weiterfahren können. Es hatte keine Fracht geladen.

Design
Der israelische Boutique-Supermarkt »Gute Gute« ist für die Auszeichnung »EuroShop RetailDesign« nominiert. »Das Design des israelischen Supermarktes Gute Gute in Kfar Yona soll elegant, clean, urban und frisch wirken: Hölzer von Ahorn und Birke kontrastieren mit schwarzem Metall und grünen Farbakzenten. Geometrische Formen dominieren das Projekt des Designstudios Intu«, lautet die Begründung. Der Laden, der im Mai 2022 auf 120 Quadratmeter eröffnete, nennt sich selbst »eine Nachbarschaftsboutique für frisches Fleisch, Gemüse und Obst sowie feine Delikatessen aus Israel und der Welt, lokal produziertes Olivenöl, einzigartige Gewürze und viele andere gute Dinge, die Ihr kulinarisches Einkaufserlebnis abrunden«.

Löwe
Beamte der Grenzpolizei haben zusammen mit Inspektoren der Natur- und Parkbehörde ein Löwenbaby gerettet, das illegal gehalten wurde. Das Tier, das »Abu Malek« gerufen wird, hatte in den vergangenen Wochen die Runde in den sozialen Medien gemacht. Der südliche Distrikt der Polizei beauftragte Ermittler, die Videos zu überprüfen und die Spur aufzunehmen. Schließlich wurde das Löwenjunge in einem Versteck in Zentralisrael gefunden. Es wurde von einem Tierarzt untersucht und der Obhut der Natur- und Parkverwaltung übergeben. Der stellvertretende Leiter der Grenzpolizei, Ravia Kakhlul, erklärte, dass die Ermittler »wochenlang daran arbeiteten, das Tier ausfindig zu machen«. Gefährliche Wildtiere wie Löwen seien nicht für den Privatbesitz geeignet, sowohl wegen der Gefahr, die sie für den Menschen darstellen, als auch wegen der Komplexität der Pflege. »Die Trennung des Jungen von seiner Mutter in einem so jungen Alter geschah wahrscheinlich böswillig.«

Protest
Die Polizei hat am Samstag drei Veteranen des Jom-Kippur-Krieges festgenommen, weil sie angeblich einen stillgelegten gepanzerten Personentransporter gestohlen hätten, um damit gegen die Justizreform zu protestieren. Sie behaupteten, sie hätten eine Erlaubnis, das Vehikel aus einem Museum des Kibbuz Gescher im Norden auszuleihen. Die Beamten zweifelten dies an. Die Männer hatten ein Banner mit der Kopie der Unabhängigkeitserklärung des Staates am Fahrzeug befestigt und ein anderes mit englischer Aufschrift: »Defending Israel’s Declaration of Independence«. Der Panzer wurde an den Kibbuz zurückgegeben.

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