Afrika

Somalier protestieren gegen Israel

Auch am Dienstag kam es in Somalia zu Protesten gegen Israels Anerkennung Somalilands Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In Somalia haben landesweit Menschen gegen Israels Anerkennung der Republik Somaliland protestiert. Tausende versammelten sich nach Angaben eines dpa-Reporters allein zu einer Kundgebung in einem Stadion in der Hauptstadt Mogadischu. Israel hatte vor wenigen Tagen die faktisch seit Jahrzehnten unabhängige Region Somaliland im Norden des muslimischen ostafrikanischen Staats Somalia als weltweit erstes Land als souveränen Staat anerkannt.

»Wir sind bereit, unser Blut für unser Land zu opfern, um gegen die Juden und ihre Führer wie Netanjahu zu kämpfen«, sagte der prominente somalische Geistliche Scheich Ali Wajiis, einer der Organisatoren der Proteste, bei einer Rede in dem Stadion. Unter den Teilnehmern waren neben Männern und Frauen aller Altersstufen auch Kinder, religiöse Führer sowie Gemeindeälteste. In Sprechchören riefen sie antiisraelische und propalästinensische Slogans.

Lesen Sie auch

Schulen und Unis für Proteste geschlossen

Der junge Aktivist Abdisalam Muse warf Israel vor, das Land zu spalten. »Wir protestieren aus Liebe zu unserem Land und natürlich, um unsere Besorgnis über die Übergriffe Israels zum Ausdruck zu bringen«, sagte er. 

Auch in mehreren weiteren Städten kam es zu Demonstrationen, darunter auch in der Stadt Laascaanood im Nordosten, die sich 2023 von Somaliland wieder abgespalten und nach schwerem Beschuss aus Somaliland faktisch zurück unter die Kontrolle der somalischen Regierung geraten war. Mehrere Schulen und Universitäten im Süden und Zentrum des Landes blieben geschlossen, damit die Schüler und Studenten an den Protesten teilnehmen konnten.

In Somaliland wurde die Ankündigung Israels von vielen Einwohnern in Hargeisa, der Hauptstadt der separatistischen Verwaltung, dagegen begrüßt. In Boroma, einer Stadt in Somaliland etwa 55 km westlich von Hargeisa, kam es dagegen zu Protesten gegen eine Abspaltung von Somalia und gegen Israel. dpa/ja

Teheran/Tel Aviv

Israel greift Chameneis unterirdischen Bunker an

Ein Bunker im Herzen Teherans, genutzt von Irans Elite - jetzt war er Ziel eines israelischen Angriffs. Damit will Israel laut eigenen Angaben Irans Führung und deren Fähigkeiten weiter schwächen

 06.03.2026

Jerusalem

Ministerin will Sanktionen gegen israelische Justiz von Trump

Die Leiterin des Umweltressorts, Idit Silman, wendet sich auf X an den US-Präsidenten

von Sabine Brandes  06.03.2026

Alltag

Die Sache mit dem Duschen im Krieg

Die Webseite »canishower.com« will berechnen, wann das Risiko eines Raketenalarms gering genug ist, das Wasser aufzudrehen

von Sabine Brandes  06.03.2026

Nord-Israel

»Wir lassen uns nicht unterkriegen«

Lior Shelef ist Tourguide im Norden Israels. Doch jetzt hat er wieder die Uniform angezogen und beschützt als Chef des Sicherheitsteams seinen Kibbuz und seine Familie

 06.03.2026

Interview

»Wir haben die Lufthoheit«

Oberstleutnant (Reserve) Oren Leshem über die Erfolge der israelischen Luftwaffe, die Herausforderung für die Piloten und die Ziele im Iran-Krieg

von Detlef David Kauschke  06.03.2026

Sicherheit

Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland

Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet. In den vergangenen Tagen sollen bereits Anschläge auf israelische Staatsbürger verhindert worden sein. Das Land spricht deshalb nun Warnungen aus

 06.03.2026

Israel

Schulen bleiben geschlossen

Während Schüler online unterrichtet werden, dürfen Unternehmen wieder Präsenzarbeit zuzulassen – unter einer Bedingung

 06.03.2026

Tel Aviv

»Michelle«: Israel stellt seinen Eurovision-Song 2026 vor

Das von Noam Bettan gesungene Lied kann man nun auch hören

 06.03.2026

Jerusalem

Israel Katz: Entscheidung für Tötung Khameneis fiel im November

Der Zeitplan für die Operation sei beschleunigt worden, nachdem landesweite Anti-Regime-Proteste im Iran den strategischen Rahmen verändert hätten, sagt Israels Verteidigungsminister

 06.03.2026