Jerusalem

Seltene Ausgrabungen

Blick von oben auf den Tempelberg in Jerusalem Foto: Getty Images

Archäologen haben in Jerusalem Hinweise auf einen 2000 Jahre alten Marktplatz entlang der Pilgerstraße von der Davidstadt zum Tempelberg gefunden. Dies legten Funde eines seltenen Messtisches und von Steingewichten nahe, teilte die israelische Antikenbehörde (IAA) am Montag mit.

Der 2000 Jahre alte Tisch zeigt demnach zwei Vertiefungen, die mit einem Abfluss versehen sind. Diese dienten laut Mitteilung dem genormten Abmessen von Flüssigkeiten wie Wein und Öl. Nach Angaben des israelischen Archäologen Ronny Reich wurden bisher erst zwei vergleichbare mit Volumenmaßen versehene Tische in Jerusalem gefunden.

HANDEL Ferner fanden die Archäologen den Angaben zufolge eine Reihe von Steinmaßen unterschiedlichen Gewichts, die typischerweise im Jerusalem dieser Zeit verwendet wurden. Die Tatsache, dass Jerusalem über eigene Gewichtseinheiten verfügt habe, deute dabei auf die einzigartigen Handels- und Wirtschaftstätigkeiten in der Zeit des zweiten Tempels hin.

Die für die Grabungen unter einem Parkplatz südlich der Jerusalemer Altstadt verantwortlichen IAA-Archäologen halten es für wahrscheinlich, dass der Platz zwischen der Davidstadt und dem Tempel für Handel genutzt wurde.

Die jüngsten Funde unterstützten diese These und deuteten möglicherweise auf die Existenz eines Marktes, hieß es. Laut Reich wäre es denkbar, dass dieser Teil der Stadt in der Zeit des zweiten Tempels die Büros des Marktinspektoren, des für die Aufsicht der Maße und Gewichte zuständigen sogenannten »Agoranomos«, beherbergte.  kna

Israel

Auf frischer Tat gerettet

Eine Raubgrabung fördert 2000 Jahre alte Geschichte zutage und führt zu einer antiken Steinwerkstatt

von Sabine Brandes  25.02.2026

Wirtschaft

»Tropfenwunder« zu verkaufen

Das Bewässerungsunternehmen »Netafim« ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Landes. Nun soll es offenbar von einem chinesischen Investor übernommen werden

von Sabine Brandes  25.02.2026

Analyse

Die Uhr tickt

Zwischen Abschreckung, Drohgebärden und Überlastung: Warum die Krise zwischen den USA und dem Iran für den jüdischen Staat brandgefährlich ist

von Sabine Brandes  25.02.2026

Kairo

PLO-Funktionär weist Forderung nach Entwaffnung der Hamas zurück

Scharf wandte sich der PLO-Politiker auch gegen Forderungen nach Reformen der Palästinensischen Autonomiebehörde. Die Pay-for-Slay-Politik will er weiterführen

 25.02.2026

Tel Aviv

Wegen Eskalation mit Iran: Ishay Ribo streicht US-Tour

Der israelische Künstler war schon am Flughafen Ben-Gurion, als er sich zur Absage entschied

 25.02.2026

Botschafter in Tel Aviv

Auch Lambsdorff will in Israel Hebräisch lernen

Im Sommer soll der Diplomat Steffen Seibert als Deutschlands Botschafter in Tel Aviv ablösen. Jetzt verrät Alexander Graf Lambsdorff, warum er sich auf die neue Aufgabe freut

 25.02.2026

Tel Aviv

Klimawandel unter der Stadt: Kampf gegen steigende Grundwasserstände

»Das Problem ist nicht so akut wie eine iranische Rakete«, sagt ein Experte. »Wir haben Zeit, uns vorzubereiten. Wenn wir sie nicht nutzen, werden wir Schwierigkeiten bekommen.«

 25.02.2026

Staatsbesuch

Modi will strategische Partnerschaft in Israel verbessern

Modis dicht gedrängtes Programm führt den indischen Premier vom Flughafen direkt zu politischen und wirtschaftlichen Terminen in Jerusalem. Eine Rede vor der Knesset ist vorgesehen

 25.02.2026

Nahost

Deutschland warnt Bürger in Israel

Angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran mit Folgen auch für Israel hat das Auswärtige Amt Deutsche vor Ort zu Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen

 24.02.2026