Jerusalem

Seltene Ausgrabungen

Foto: Getty Images

Archäologen haben in Jerusalem Hinweise auf einen 2000 Jahre alten Marktplatz entlang der Pilgerstraße von der Davidstadt zum Tempelberg gefunden. Dies legten Funde eines seltenen Messtisches und von Steingewichten nahe, teilte die israelische Antikenbehörde (IAA) am Montag mit.

Der 2000 Jahre alte Tisch zeigt demnach zwei Vertiefungen, die mit einem Abfluss versehen sind. Diese dienten laut Mitteilung dem genormten Abmessen von Flüssigkeiten wie Wein und Öl. Nach Angaben des israelischen Archäologen Ronny Reich wurden bisher erst zwei vergleichbare mit Volumenmaßen versehene Tische in Jerusalem gefunden.

HANDEL Ferner fanden die Archäologen den Angaben zufolge eine Reihe von Steinmaßen unterschiedlichen Gewichts, die typischerweise im Jerusalem dieser Zeit verwendet wurden. Die Tatsache, dass Jerusalem über eigene Gewichtseinheiten verfügt habe, deute dabei auf die einzigartigen Handels- und Wirtschaftstätigkeiten in der Zeit des zweiten Tempels hin.

Die für die Grabungen unter einem Parkplatz südlich der Jerusalemer Altstadt verantwortlichen IAA-Archäologen halten es für wahrscheinlich, dass der Platz zwischen der Davidstadt und dem Tempel für Handel genutzt wurde.

Die jüngsten Funde unterstützten diese These und deuteten möglicherweise auf die Existenz eines Marktes, hieß es. Laut Reich wäre es denkbar, dass dieser Teil der Stadt in der Zeit des zweiten Tempels die Büros des Marktinspektoren, des für die Aufsicht der Maße und Gewichte zuständigen sogenannten »Agoranomos«, beherbergte.  kna

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Gadi Eizenkot stellt klar: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert Benjamin Netanjahu für dessen Versagen vor dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  22.10.2026

Wahlen

»Ein Geschenk an Israels Feinde«

Yair Lapid wirft Netanjahu vor, mit Provokationen gegenüber dem Iran aus Wahlkampfkalkül die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen / Verteidigungsminister Katz macht die Opposition für mögliche künftige Anschläge verantwortlich

von Sabine Brandes  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation hat Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026