Nachrichten

Schmetterling, Touristen, Ständchen

Symbol: der Gemeine Blaue Schmetterling Foto: picture alliance / blickwinkel/G. Fischer

Schmetterling
Israel hat seinen »eigenen« Falter. Der »Gemeine Blaue Schmetterling« wurde in einer speziellen Zeremonie mit der Umweltministerin Idit Silman (Likud) zum »Schmetterling Israels« gekürt. Die Benennung des Insekts war eine gemeinsame Initiative mehrerer Organisationen, darunter die Vereinigung der Schmetterlingsliebhaber, mit dem Ziel, sich mit anderen Nationen zusammenzuschließen, die einen Schmetterling als nationales Symbol haben. Aufgrund seiner Attraktivität und seiner weit verbreiteten Präsenz soll der blaue Falter als Symbol dienen, die Öffentlichkeit in Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten einzubeziehen. Der Schmetterling gesellt sich zu anderen bekannten Natursymbolen des Landes wie dem Natio­nalvogel Wiedehopf, der Anemone und der Olive.

Milch
Kuhmilch wird in Israel zusehends teurer. Zuletzt stieg der Preis für einen Liter um ganze 16 Prozent an. Jetzt erteilte die Regierung dem Food-Tech-Start-up Remilk, einem Entwickler von nicht-tierischen Milch- und Molkereiprodukten, die erste Genehmigung dieser Art für die Vermarktung ihrer alternativen Milch. Mitbegründer Ori Cohavi dankte der Regulierungsbehörde und erklärte, dass »unser nicht-tierisches Milchprotein gründlich getestet und für sicher, hochwertig und identisch mit dem von Kühen befunden wurde«. Zudem seien die Produkte frei von Laktose, Cholesterin, Antibiotika und Wachstumshormonen.

Touristen
In der Besucher-Statistik für März 2023 des Tourismusministeriums lag Deutschland auf Platz zwei nach den USA. Insgesamt reisten in diesem Monat 24.300 Touristen aus Deutschland nach Israel ein. Im Vergleich zum entsprechenden Monat des Vorjahres mit 10.000 Einreisen entspricht dies einem Plus von 143 Prozent. Seit Anfang dieses Jahres ist mit 916.000 Besuchern ein deutlicher Aufwärtstrend im Einreisetourismus zu verzeichnen. 2019 besuchten insgesamt 4,6 Millionen Touristen aus der ganzen Welt Israel.

Ständchen
Kevin McCarthy, Sprecher des US-Repräsentantenhauses, ist am Sonntag in der Knesset mit einem besonderen Ständchen begrüßt worden. Sein israelischer Amtskollege, Knessetsprecher Amir Ohana (Likud), spielte auf seiner E-Gitarre den Eagles-Klassiker »Hotel California« für den Gast. Unterstützt von dem bekannten Gitarristen Kfir Ochaion jammte der Politiker den Ohrwurm von 1977. McCarthy besuchte die Kotel und nahm auch an einer Knessetsitzung zum 75. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels teil. In einer enthusiastischen Rede lobte er Israel als Geburtsort des jüdischen Volkes, bezeichnete das Land als »modernes Wunder« und betonte sein Recht, sich gegen Angriffe zu verteidigen. Die USA würden die Sicherheitsbedürfnisse Israels weiterhin in vollem Umfang unterstützen.

Sonnencreme
Israel hat das weltweit erste Sonnenschutzmittel entwickelt, das sowohl Korallenriffe als auch die menschliche Haut schützt. Der Ferienort Eilat hatte sich mit Meeres- und Hautpflegespezialisten zusammengetan, um den Sonnenschutz »Reef Relief« zu kreieren. Der Meeresbiologe an der Ben-Gurion-Universität, Giovanni Giallongo, erklärt: »Die Entwicklung einer Sonnencreme, die Korallen nicht nur nicht schadet, sondern das Potenzial hat, unsere Riffe auch noch zu ernähren, ist ein wichtiger Schritt zum Schutz unserer Ozeane. ›Reef Relief‹ könnte zur Gesundheit unter Wasser wie an Land beitragen.« Schätzungsweise 14.000 Tonnen Sonnenschutzmittel landen jedes Jahr in den Weltmeeren.

Tagebücher
Die Nationalbibliothek von Israel sammelt Tagebücher und schriftliche Berichte aus der Zeit der Gründung des Staates. Das Projekt soll die persönlichen Geschichten hervorheben, die von Berühmtheiten wie der Dichterin Hannah Szenes, aber auch von einfachen Personen dokumentiert wurden. Daher ruft die Bibliothek die Öffentlichkeit weiterhin dazu auf, ihr Umfeld zu durchleuchten, in der Hoffnung, zusätzliche Berichte über diese bedeutende Zeit zu entdecken. »Die Resonanz auf dieses Projekt war erstaunlich«, so Matan Barzilai, Leiter der Archive und Sondersammlungen. »Diese Tagebücher wurden in vielen Fällen erst von Familienmitgliedern entdeckt, nachdem die Personen schon lange tot waren.« Der Inhalt sei zum Teil sehr überraschend. Im Laufe von mehreren Wochen hat die Bib­liothek fast 50 Tagebücher in verschiedenen Sprachen erhalten, weitere seien unterwegs.

Nahost

Netanjahu: Es wird keinen Wiederaufbau Gazas ohne Hamas-Entwaffnung geben

Ohne Entwaffnung der Hamas bleibt der Wiederaufbau im Gazastreifen blockiert. Israels Premierminister stellt klare Bedingungen – und droht mit einem konsequenten Vorgehen

 19.02.2026

Studie

Wachsen vegetarisch oder vegan ernährte Babys und Kleinkinder langsamer?

Müssen kleine Kinder Fleisch essen? Eine Untersuchung der Ben-Gurion-Universität wirft ein neues Licht auf weit verbreitete Vorstellungen

 19.02.2026

Nahost-Politik

Kanzler verteidigt Aussetzung von Waffenlieferungen an Israel

Im einem Interview sagte Friedrich Merz, seine Entscheidung vom Sommer 2025 sei im Nachhinein auch von der israelischen Regierung respektiert worden

 19.02.2026

Eurovision Song Contest

Israels ESC-Song angenommen

Der größte Gesangswettbewerb der Welt wird in diesem Mai in Wien stattfinden

von Sabine Brandes  19.02.2026

Nachrichten

Strafe, Mob, Kauf

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  19.02.2026

Verbrechen

Wut und Selbstverantwortung

Die Gewalt durch kriminelle Clans in arabischen Gemeinden Israels eskaliert. Der Polizeichef spricht von einem »nationalen Ausnahmezustand«

von Sabine Brandes  19.02.2026

Jerusalem

Israel führt neue Regeln für den Tempelberg ein

Die Entscheidungen der israelischen Behörden haben scharfe Kritik der Palästinensischen Autonomiebehörde ausgelöst

 19.02.2026

Jerusalem

Isaac Herzog: Bete für Ende der Terrorherrschaft im Iran

Der israelische Präsident Herzog übermittelt dem iranischen Volk gleichzeitig »die besten Wünsche« zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan

 19.02.2026

Nahost

Hisbollah verstößt gegen Waffenruhe

Waffenlager, Raketenabschussrampen und weitere militärische Einrichtungen im Libanon wurden getroffen. Diese sollten nach Darstellung der Armee für Angriffe auf Israel genutzt werden

 19.02.2026