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Roboter, Läden, Touren

Der Kakerlake nachempfunden Foto: privat

Roboter
Kakerlaken haben vielleicht nicht für jedermann Vorbildfunktion. Für die Wissenschaftler an der Ben-Gurion-Universität aber schon. Die Forscher imitierten die Bewegungsabläufe der Insekten und von Echsen, um einen Roboter zu entwickeln. Der kann schwimmen, auf Wasser laufen und in unzugänglichen Gegenden mit hoher Geschwindigkeit krabbeln. »AmphiSTAR« wurde in der vergangenen Woche vom Leiter des Robotics-Labors der Universität, David Zarrouk, und dem Studenten Avi Cohen präsentiert. »Wir stellen uns vor, dass AmphiSTAR in der Landwirtschaft, aber auch für Rettungsaktionen eingesetzt wird«, so die Entwickler.

Läden
Nach nahezu zwei Monaten im Lockdown sind seit Sonntag, 18 Uhr, Zehntausende von Läden in Israel wieder geöffnet. Allerdings nur jene, die nicht in Einkaufszentren liegen. Denn Malls müssen wegen der Corona-Pandemie nach Angaben des Kabinetts noch geschlossen bleiben. In den restlichen Geschäften dürfen sich bis zu vier Kunden zur selben Zeit aufhalten. Die Vereinigung für Einzelhändler kündigte an, eine Petition beim Obersten Gericht einreichen zu wollen, um auch die Öffnung der Einkaufszentren per Gerichtsbeschluss zu erzwingen.

Ortschaft
Die Wüste soll zum Blühen gebracht und die Gegend um den Gazastreifen gestärkt werden. Dafür soll eine neue israelische Ortschaft für 500 Familien in der Gegend Sdot Negev entstehen. Einen Namen hat sie auch schon: Hanun. Der Vorsitzende des Regionalrates, Tamir Idan, der vor sechs Jahren mit der Planung begonnen hatte, dankte der Regierung: »Ich bin sehr bewegt. Dies ist ein Feiertag für den Staat Israel und unsere Region.« Er habe sich gefragt, ob überhaupt Leute kommen wollen, um hier zu leben, erzählte er. »Und jetzt haben wir schon mehr als 1000 Anfragen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.«

Touren
Noch gibt es wegen der Corona-Pandemie keine ausländischen Besucher im Land. Dennoch werden ab sofort wieder Führungen angeboten. Die kostenlosen Touren sollen täglich in Parks, Ausgrabungsstätten und Städten durchgeführt werden und für die Teilnehmer kostenlos sein. Es ist ein großes Anliegen von Tourismusministerin Orit Farkash-Hacohen, die Branche wiederzubeleben: »Unsere hochwertige Branche der Reiseleiter ist durch die Corona-Krise stark geschädigt worden. Seit ich mein Amt angetreten habe, denke ich darüber nach, wie ich helfen kann.« Bis zu 19 Personen dürfen an einer Führung teilnehmen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Parkbehörde und lokalen Verwaltungen mit einem Budget des Ministeriums von zehn Millionen Schekel (2,5 Millionen Euro) veranstaltet. Auch dürfen Reiseführer wieder eigenständig Touren anbieten und dafür Geld verlangen.

Maske
Werfen Sie Ihren gebrauchten Gesichtsschutz nicht weg! Keren Kayemeth LeIsrael (JNF-KKL) schlägt vor, stattdessen darin zu pflanzen. Pablo Chercasky, Leiter der Gilat-Baumschule von JNF-KKL, überlegte lange, wie man die Masken recyceln könnte. Dann hatte er die Idee, sie als Pflanzgefäß zu nutzen. Dafür bindet er zwei Masken zusammen, füllt sie mit Erde und sät verschiedene Samen darin aus. Sie seien besonders für Pflanzen geeignet, die keine tiefgehenden Wurzeln haben. »Perfekt sind sie für Basilikum und Minze«, so der Pflanzenexperte. »Ich habe es selbst ausprobiert.«

Wein
Dass es in Israel hervorragenden Wein gibt, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch dass der gute Tropfen jetzt auch in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) exportiert werden soll, überrascht. Die Golan-Heights-Weinkellerei wird noch in dieser Woche ihre Weine in Dubai präsentieren, gab das Unternehmen an. Der Export folgt auf das Friedensabkommen zwischen den VAE und Israel, das im September unterzeichnet wurde. Besonders pikant: Die Trauben stammen von den Golanhöhen, ein Territorium, das die Emirate bis vor Kurzem noch als »syrisches Gebiet« bezeichneten. Zunächst werden die Sorten Yarden, Gamla und Mount Hermon durch »African and Eastern« eingeführt, den größten Alkohol-Importeur in der Golfregion.

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