Israel

Regierungskonsultationen verschoben

Bundeskanzelerin Angela Merkel und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am 16. Februar 2016 in Berlin Foto: Flash 90

Die für das Frühjahr geplanten Konsultationen zwischen der Bundesregierung und der israelischen Regierung sind auf 2018 verschoben worden. Beide Regierungen seien übereingekommen, dass die nächste Runde der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen erst im nächsten Jahr stattfinden solle, sagte ein Regierungssprecher in Berlin auf Anfrage von »Spiegel Online«.

»Die beiden Regierungen sind übereingekommen, dass die nächste Runde der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen nicht schon im Frühjahr dieses Jahres, sondern erst im nächsten Jahr stattfinden soll. Grund für diese Verschiebung ist die Vielzahl internationaler Termine im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft«, teilte der Regierungssprecher laut dem Bericht vom Montagabend mit. Die deutsche und die israelische Regierung treffen sich seit 2008 fast jedes Jahr zum Austausch. Zuletzt kamen sie im Februar 2016 zusammen.

Siedlungsgesetz Am Montag hatte die israelische Tageszeitung »Haaretz« unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, die Bundesregierung habe das Treffen wegen des umstrittenen Siedlungsgesetzes abgesagt. Dafür gab es aber keine offizielle Bestätigung. Laut Haaretz waren die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen für den 10. Mai in Jerusalem angesetzt.

Die Knesset hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet, mit dem mehrere Tausend Wohneinheiten in Siedlungen auf palästinensischem Privatland im Westjordanland legalisiert werden. Das Gesetz war auch in Deutschland auf Kritik gestoßen. Das Oberste Gericht wird voraussichtlich in den kommenden Monaten über das Gesetz entscheiden. ja

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 06.08.2026

Gaza

IDF-Chef Zamir: Jeder Verantwortliche für die Massaker vom 7. Oktober wird zur Rechenschaft gezogen

Die Jagd auf die beteiligten Terroristen sei »eine dauerhafte und fortlaufende Aufgabe, die das Kommando mit großem Erfolg erfüllt«, sagt der Generalstabschef

 06.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 06.08.2026

Gesellschaft

Misstrauen vor der Wahl

72 Prozent der jüdischen Israelis fürchten, dass die Parlamentswahl im Oktober beeinträchtigt werden könnte

von Sabine Brandes  06.08.2026

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  06.08.2026

Wahlkampf

Who’s who in Jerusalem?

Israels Parteien buhlen nicht nur um potenzielle Wähler, sondern auch um mögliche Bündnisse

von Sabine Brandes  06.08.2026

Jerusalem

Ehemalige Likud-Politiker Erdan und Edelstein gründen neue Partei

Eine konservative Alternative zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen die Gründer bieten. Haben sie Chancen auf Erfolg?

 06.08.2026

Jerusalem

Herzog ruft vor Parlamentswahl in Israel zu Einigkeit auf

Israels Präsident warnt vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Eine Entwicklung schmerzt ihn besonders

 06.08.2026