Angriff

Raketen aus Gaza auf Israel

Eingang zu einem Tunnel der Hamas auf palästinensischem Gebiet Foto: Flash 90 (Archiv)

Palästinensische Terroristen haben in den frühen Morgenstunden des Montags zwei Raketen gen Israel gefeuert. Verletzte oder Sachschaden habe es nicht gegeben, gab die israelische Armee (IDF) an.

HAFENSTADT Die Raketen landeten nach deren Erklärung nahe der Hafenstadt Aschdod im Meer. Sie Raketen hätten keine Sirenen ausgelöst. Warum es keine Warnungen gegeben habe, wurde nicht erläutert.

Der Raketenangriff folgte auf eine längere Zeit der Feuerpause aus Gaza. Im Anschluss daran feuerten israelische Kampfjets auf militärische Ziele der Hamas im Gazastreifen, so die IDF. Es habe sich dabei um Vorrichtungen für den Bau von sogenannten Terror-Tunneln gehandelt, die oft meterweit unterirdisch auf israelisches Gebiet führen.

»Die IDF sieht jegliche Terroraktivität gegen Israel als sehr ernst an und ist bereit, aktiv zu werden.«

Obwohl es nicht sofort klar war, wer hinter dem Beschuss steckt, macht Israel die in der Enklave regierende Terrororganisation Hamas als de-facto-Regierung in dem Palästinensergebiet verantwortlich. In der Vergangenheit hatte oft die Terrororganisation »Islamischer Dschihad« Angriffe gegen Israel bestätigt.

SOUVERÄNITÄT »Die IDF sieht jegliche Terroraktivität gegen Israel als sehr ernst an und ist bereit, aktiv zu werden, um israelische Bürger und die Souveränität des Staates zu verteidigen«, heißt es in einer Erklärung der Armee.

Die Terrororganisation Hamas regiert den Gazastreifen seit 2007, als sie ihre Rivalen von der Fatah in blutigen Kämpfen aus dem Gebiet feuerten, und die Kontrolle übernahm.

Gadi Eisenkot spricht an einem Rednerpult vor einer israelischen Flagge

Israel

Eisenkot will Israel aus der Krise führen

Nach dem Auftrag zur Regierungsbildung ruft der frühere Generalstabschef zu einer Notstandsregierung auf und streckt allen Parteien die Hand aus

 08.11.2026

Kuscheltiere und Puppen auf dem Rabin-Platz, eine Puppe ist mit einem Seil gefesselt

Ariel

Kinderkrippe des Grauens

Drei Betreuerinnen wird systematische Gewalt an Babys und Kleinkindern vorgeworfen. Die Polizei spricht von einem der schwerwiegendsten Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre

von Sabine Brandes  08.11.2026

Krieg gegen den Iran

Die Mullahs schossen Raketen – Bat Yam schickt die Rechnung

Die israelische Stadt will Schadensersatz in Millionenhöhe von Teheran. Für die Zustellung der Klage musste der Bürgermeister einen iranischen Vertreter durch die Straßen von Manhattan verfolgen

von Sabine Brandes  08.11.2026

Israels Präsident Izchak Herzog

Nach der Parlamentswahl

Israels Präsident beauftragt Eisenkot mit Regierungsbildung

Dem Oppositionspolitiker Eisenkot fehlen 13 Mandate für eine eigene Regierungsmehrheit. Arabische oder ultraorthodoxe Parteien könnten ihm helfen. Doch beide Optionen bergen großes Konfliktpotenzial

 08.11.2026 Aktualisiert

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026