Israel

Prominenter Rabbi ruft zu Corona-Impfungen für Kinder auf

Rabbiner Chaim Kaniewski in seinem Haus in Bnei Brak (Juli 2021) Foto: Flash 90

Der prominente charedische Rabbiner Chaim Kaniewski hat seine Unterstützung für die Impfung von Kindern gegen Covid-19 bekräftigt. In einer in der hebräischen Tageszeitung »Yated Ne’eman« veröffentlichten Erklärung befürwortete der 93-Jährige laut örtlichen Medienberichten Impfkampagnen in ultraorthodoxen Schulen.

Ausdrücklich forderte der Rabbiner die Mitglieder der strengreligiösen Gemeinschaft auf, Kinder ab fünf Jahren impfen zu lassen. Für seine Haltung hatte Kaniewski, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Ultraorthodoxie, zuletzt Todesdrohungen erhalten.

DROHUNGEN Impfgegner hatten Kaniewski und seine Familie laut Medienberichten beschuldigt, er habe »das Blut von Kindern« an seinen Händen; sein Name sei »auszulöschen«. Der Leibwächter des Rabbiners hatte die Drohungen als »sehr ernst« bezeichnet und die Sicherheitsvorkehrungen um den Rabbiner erhöht.

Jüngste Erhebungen zeigen laut Bericht, dass die Unterstützung für das Impfen von Kindern in der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen besonders niedrig ist. Ebenso zeigten Zahlen des Gesundheitsministeriums vom August, dass die im Durchschnitt jüngere strengreligiös-jüdische Gesellschaft hinter dem Impfdurchschnitt anderer Gesellschaftsgruppen zurückbleibe.

WANDEL Kaniewski hatte sich zu Beginn der Coronavirus-Pandemie gegen die staatlichen Gesundheitsrichtlinien gestellt und unter anderem angeordnet, religiöse Schulen trotz der Schließungsbefehle geöffnet zu halten.

Später unterstützte der Rabbiner die Anti-Covid-Maßnahmen der israelischen Regierung ausdrücklich. So rief er etwa Schulleitungen im August dazu auf, ungeimpfte Lehrpersonen zu suspendieren. kna/ja

USA-Besuch

Netanjahu reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington – Abflug verzögert sich

Der israelische Regierungschef soll gegenüber seinen Ministern erklärt haben, die US-Regierung wolle einen Abzug Israels Truppen aus dem Libanon, Syrien und Gaza. »Ich werde Nein sagen«, so der Ministerpräsident

 27.07.2026

Aufruf

Zwei Moscheen im Westjordanland angezündet – Siedler sprühen Parolen auf Moschee

In der Westbank ist es zu einer Serie mutmaßlicher Angriffe radikaler Siedler gekommen. Unterdessen forderten zahlreiche frühere Vertreter von Armee und Geheimdiensten Trump auf, gegenüber Netanjahu das Thema anzusprechen

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  26.07.2026

Meinung

Wo ist der Geist von Sarajevo?

Auch in Deutschland rufen Vertreter der bosnischen Diaspora zunehmend nach harten Sanktionen gegen Israel und scheuen den Dialog mit den jüdischen Gemeinden hier. Das war schon einmal anders

von Marc Simon  24.07.2026

Tel Aviv

Deutschlands neuer Botschafter in Israel stellt sich auf Instagram vor

Alexander Graf Lambsdorff übernimmt die deutsche Vertretung in Israel. In einer Videobotschaft betont der frühere Moskau-Botschafter die enge Zusammenarbeit beider Nationen

 24.07.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher entdecken einzigartiges Immunsystem bei Seeanemonen

Die beteiligten Wissenschaftler hoffen, dass ihre Ergebnisse langfristig zum Schutz von Korallenriffen beitragen könnten

 24.07.2026

Jerusalem

Likud-Abgeordneter verärgert Netanjahu mit behauptetem Angriff auf Iran

Das Likud-Mitglied Moshe Saada sagte in einem Interview: »Jeder weiß, dass wir kurz vor einem Angriff auf den Iran stehen – vielleicht sogar schon an diesem Wochenende.«

 24.07.2026

Meinung

Wenn der »Spiegel« mit der Hamas kuschelt

Die Hamas verkündet, einen Nachfolger für Yahya Sinwar gefunden zu haben. Für das große deutsche Nachrichtenmagazin Grund, eine Runde Sympathie und Mitgefühl zu spendieren

von Sophie Albers Ben Chamo  23.07.2026