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Preise, Geisel, Beben

Was der Big-Mac-Index über Israel verrät Foto: Getty Images

Preise
Auf dem globalen Big-Mac-Index des »Economist« steht Israel auf Platz zwei – nach der Schweiz. Der Index misst den relativen Preis eines McDonald’s-Big-Mac als Indikator für die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Je höher die Platzierung, desto teurer ist das Leben im Land. Im vorherigen Ranking vom Januar belegte Israel noch Platz acht. Grund für den Sprung sind ein deutlicher Preisanstieg für Big Macs und die Aufwertung des Schekel gegenüber dem Dollar.

Geisel
Ein Jahr nach seiner Freilassung aus der Gefangenschaft in Gaza hat Evyatar David in der TV-Sendung Uvda über die schwere posttraumatische Belastung (PTBS) gesprochen, der er ausgesetzt ist. Mehr als zwei Jahre lang war er in der Gewalt der Hamas, die ihn am 7. Oktober 2023 vom Nova-Festival entführt hatte. International bekannt wurde er durch ein Propagandavideo der Terroristen, in dem er völlig ausgezehrt sein eigenes Grab schaufeln musste. Vor Ausstrahlung des Interviews postete er in den sozialen Medien: »Ich wurde entführt, in einen dunklen Tunnel gebracht, und alles, woran ich dachte, war, einen weiteren Tag zu überleben, bis ich nach Hause zurückkehre.« In den dunkelsten Momenten hätten ihm Gedanken an Familie und Freunde sowie die Hoffnung Halt gegeben, nicht aufgegeben zu werden. Nach seiner Rückkehr habe er große Zuwendung erfahren, jedoch leide er unter PTBS und Flashbacks: »Die Gefangenschaft zu überleben, ist das eine, die vollständige Genesung eine andere Schlacht.« Sein Ziel sei ein normales Leben, Heirat, Familie. Doch der Weg dorthin sei lang.

Beben
Am Sonntagmorgen hat ein Erdbeben der Stärke 5,2 den Süden erschüttert. Es war auch in anderen Teilen des Landes spürbar. Laut dem Europäisch-Mediterranen Seismologischen Zentrum lag das Epizentrum in Ägypten. In Israel wurden Google-Warnungen an Mobiltelefone versendet. Einwohner berichteten, Erschütterungen sogar in Zentralisrael gespürt zu haben, unter anderem in Be’er Yaakov und Rehovot.

Terrorist
Die israelische Armee (IDF) hat den Terroristen Mahmoud Fatair vom Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) in Gaza getötet. Fatair sei Kommandeur der Nuchba-Einheit und am 7. Oktober an der Entführung des Israelis Rom Braslavski beteiligt gewesen, meldete die Armee. Bei Angriffen in der Region Deir al-Balah sei er gezielt getötet worden. Zuletzt habe er versucht, Terroranschläge gegen IDF-Truppen und israelische Zivilisten zu verüben.

Flüge
Condor fliegt wieder nach Israel. Wie die deutsche Airline bekannt gab, hat sie mit täglichen Flügen zwischen Frankfurt und Tel Aviv begonnen. Am Samstag landete die erste vollständig besetzte Maschine. Mit dem neuen Angebot startet Condor nach einer langen Pause einen regelmäßigen Flugbetrieb. Die Strecke soll auch als Verbindung für Umsteiger dienen. Nach Angaben der Airline setzten rund 80 Prozent der Passagiere des ersten Fluges von Tel Aviv nach Frankfurt ihre Reisen zu Zielen in den USA oder Ostasien fort. Der Neustart erfolgt in einer Phase, in der viele internationale Airlines Israel wegen der regionalen Spannungen weiterhin meiden. Wegen einer möglichen Fortsetzung des Krieges in der Region fiel der erste Flug auch in eine Zeit erhöhter Sicherheitsbereitschaft.

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