Jerusalem

Oberhaupt der Belzer Chassidim an Covid-19 erkrankt

Vor der Notaufnahme des Hadassah-Krankenhauses in Jerusalem Foto: Flash 90

Mit Tausenden Gästen hat eine Hochzeit im Kreis der chassidischen Belz-Bewegung, einer der bedeutenden Gruppen im ultraorthodoxen Judentum, in Jerusalem gegen jegliche Covid-19-Schutzmaßnahmen verstoßen.

Nun ist das Oberhaupt der Bewegung, Rabbiner Jissachar Dov Rokeach, mit einer Covid-19-Infektion in das Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus eingeliefert worden, wie die Online-Zeitung »ynetnews« berichtete.

schutzmassnahmen Rokeach gilt als der einzige prominente ultraorthodoxe Rabbiner, der die Corona-Schutzmaßnahmen grundsätzlich ablehnt. Demnach leitete er in den vergangenen Monaten Massengebete sowie Religionskurse und führte große Menschengruppen ohne Masken an die Kotel in der Jerusalemer Altstadt.

Der spirituelle Schaden durch das Befolgen der Richtlinien des Gesundheitsministeriums sei wesentlich größer als das Risiko für die körperliche Gesundheit. Seine Anhänger hielt er aus Sorge vor weiteren Einschränkungen für die Gemeinschaft an, keine Erkrankungen zu melden.

synagoge An der Hochzeit von Rokeachs Enkel hatten am 5. August Tausende chassidische Juden teilgenommen. Die Feier, die teilweise in einem geschlossenen Raum der Belzer Synagoge stattfand, verstieß gegen sämtliche Auflagen des Gesundheitsministeriums.

Die im Jahr 2000 eröffnete Synagoge mit rund 6000 Sitzplätzen liegt in einem wegen der hohen Infektionszahlen als »rotes Gebiet« gekennzeichneten Stadtviertel, das unter Ausgangssperre steht.

Die Polizei erließ Bußgelder gegen Teilnehmer und Veranstalter der Feier und kündigte eine Untersuchung an. kna

Medien

Berichte: Haaretz-Kolumnist hat mehrere hunderttausend Dollar von Katar erhalten

Die Hintergründe

von Sabine Brandes  14.01.2026

Wirtschaft

Israel hofft auf mehr Touristen

Kriege und Konflikte in der Region haben den Israel-Tourismus einbrechen lassen. Nun hofft das staatliche Tourismusbüro auf steigende Nachfrage. Es wertet aktuelle Zahlen als positiven Trend

 13.01.2026

Verkehr

Eine Stadt tritt auf die Bremse

Im Kampf gegen Staus führt Tel Aviv die 30er-Zone fast im gesamten Stadtgebiet ein

von Sabine Brandes  13.01.2026

Ehemalige Geiseln

»Es war ganz und gar unmenschlich«

David Cunio wusste zwei Jahre lang nicht, ob seine Brüder noch leben. In einem Interview erzählt er jetzt ausführlich über den Horror in Gaza

von Sabine Brandes  13.01.2026

Meinung

Die Hamas muss sich entscheiden: Deal or no deal?

Die Terrororganisation hält sich nicht an das Waffenstillstandsabkommen mit Israel und verzögert so dessen Umsetzung. Der Druck auf die Hamas muss nun unbedingt erhöht werden

von Sarah Cohen-Fantl  13.01.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel warnt: Die Hamas gibt nicht auf

»Sie sind regelrecht besessen von uns – das ist der Sinn ihres Lebens«, sagt Eitan Mor

 13.01.2026

Hintergrund

Hamas will angeblich Verwaltung in Gaza abgeben

Die Terrorgruppe signalisiert Bereitschaft zur Übergabe von zivilen Einrichtungen – doch weigert sich nach wie vor, die Waffen niederzulegen

von Sabine Brandes  12.01.2026

Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gab es viele Beispiele von Mut und Solidarität. Drei Männer dagegen plünderten am Schauplatz des Massakers. Nun gibt es ein Urteil

 12.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026