Besuch an der Grenze

Netanjahu warnt Hisbollah

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die libanesische Schiitenorganisation Hisbollah vor noch stärkeren Angriffen auf Israel gewarnt. »Wenn die Hisbollah beschließt, in den Krieg einzutreten, wird sie sich nach dem zweiten Libanonkrieg sehnen«, sagte Netanjahu am Sonntag bei einem Besuch der Truppen an der Grenze zum Libanon. Er bezog sich dabei auf den Krieg Israels mit dem Libanon im Jahr 2006. Es wäre »der Fehler ihres Lebens.«

»Wir werden sie mit einer Härte treffen, die sie sich nicht vorstellen kann, und die Bedeutung für sie und das Land Libanon wird verheerend sein«, sagte Netanjahu. Er könne jedoch noch nicht sagen, ob sich die Hisbollah dazu entscheiden habe, »vollständig in den Krieg einzutreten«.

Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas haben sich Angriffe aus dem Libanon verstärkt. Am Sonntag lieferten sich die Hisbollah in der Grenzregion weitere Kämpfe mit Israels Armee. Es besteht die Sorge, dass die vom Iran unterstützte Hisbollah ihre Angriffe auf Israel noch verstärken könnte. Die Hisbollah gilt als weitaus mächtiger als die Hamas.

Zu den Soldaten sagte Netanjahu: »Ich weiß, dass Sie Freunde verloren haben, und das ist eine sehr schwere Sache, aber wir befinden uns im Kampf unseres Lebens, einem Kampf um unsere Heimat.« Dies sei keine Übertreibung. »Es heißt leben oder sterben und sie müssen sterben.« dpa

Gesellschaft

IDF: Drei Wochen Gefängnis fürs Grillen

In der Armee mehren sich Strafen wegen des Nichteinhaltens »religiöser Disziplin«. In der Bevölkerung sorgt dies für Empörung über Ungleichbehandlung

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Nahost

»Der Iran ist sehr geschwächt«

Wie Experten die Entwicklung und Folgen des Krieges derzeit einschätzen

von Sabine Brandes  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  18.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Herzliya

Studie: Mit diesen Methoden mehr Erfolg auf Dating-Apps

Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Es kommt weniger darauf an, was man über sich preisgibt, als wie man es tut

 17.04.2026