Tel Aviv

Nach Anschlag von Bondi Beach: IDF verschärfen Sicherheitsregeln für Soldaten im Ausland

Israelische Soldaten im Westjordanland Foto: copyright (c) Flash90 2025

Nach dem tödlichen Anschlag auf eine Chanukka-Feier am Bondi Beach in Sydney hat die israelische Armee neue Sicherheitsrichtlinien für Soldaten und Armeepersonal veröffentlicht, die sich im Ausland aufhalten. Anlass ist der Angriff, bei dem 15 Menschen ermordet wurden, darunter auch ein Israeli. Zugleich verweist die Armee auf einen spürbaren Anstieg antisemitischer Übergriffe weltweit.

Wie der militärische Rundfunk berichtete, rät die Einsatzführung der Israelischen Streitkräfte (IDF) Soldaten ausdrücklich davon ab, ihre Zugehörigkeit zur Armee offenzulegen. Auch Gespräche über militärische Themen sollten vermieden werden – insbesondere, wenn es um interne oder vertrauliche Inhalte geht. Darüber hinaus sollen sich Soldaten im Ausland besonders aufmerksam verhalten und ihre persönliche Sicherheit erhöht im Blick behalten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Empfehlungen betrifft die öffentliche und digitale Präsenz. Die IDF rät dazu, möglichst keine Spuren in sozialen Netzwerken oder Medien zu hinterlassen, die Rückschlüsse auf Identität, Aufenthaltsort oder militärischen Hintergrund zulassen könnten.

»Wachsamkeit im zivilen Raum«

In der Mitteilung betont die Armee zudem, dass im zivilen Umfeld besondere Vorsicht geboten sei. Angesichts der aktuellen Lage und zunehmender antisemitischer Vorfälle sollten Soldaten Demonstrationen – sowohl pro- als auch antiisraelische – meiden. Wörtlich heißt es, man müsse »die Wachsamkeit im zivilen Raum erhöhen und sich von Kundgebungen für oder gegen Israel fernhalten«.

Lesen Sie auch

Zugleich fordert die IDF ihre Angehörigen auf, jeden sicherheitsrelevanten Vorfall im Ausland umgehend an einen zuständigen Vorgesetzten zu melden.

Bereits am Sonntag hatte auch die israelische Regierung ihre Warnhinweise für Israelis im Ausland verschärft. Der Nationale Sicherheitsrat erklärte, es bestehe die Gefahr von Nachahmungstaten. »Die Geschichte hat gezeigt, dass Terrorunterstützer versuchen könnten, inspiriert von diesem Ereignis weitere Anschläge zu verüben«, hieß es in einer Stellungnahme.

Die staatlichen Empfehlungen raten unter anderem davon ab, ungesicherte öffentliche Veranstaltungen zu besuchen – darunter Chanukka-Feiern, Chabad-Einrichtungen oder Gottesdienste in Synagogen. Israelis im Ausland werden zudem aufgefordert, aufmerksam zu bleiben und verdächtige Personen oder Gegenstände umgehend den örtlichen Sicherheitsbehörden zu melden. im

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 11.09.2026

Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Neujahr

Hopfen, Malz und Honig

Zu Rosch Haschana können die Israelis nun auch passendes Bier im Supermarkt kaufen. Stilecht in der blau-weißen Dose

von Sabine Brandes  11.09.2026

Tel Aviv

Magen David Adom leistet im Jahr 5786 fast 1,9 Millionen Einsätze

Besonders stark beansprucht wurde auch die Notrufzentrale 101: Mehr als zwei Millionen Anrufe gingen innerhalb eines Jahres ein

 11.09.2026

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Tel Aviv

Nach Unfall für tot erklärt - jetzt Mutter von drei Kindern

Eine Mutter in Israel, einst nach einem schweren Verkehrsunfall schon als verstorben gemeldet, bringt im Krankenhaus ihrer Rettung ihr drittes Kind zur Welt – mit Hilfe der eigenen Schwester

 11.09.2026