Zypern

Mutmaßliches Opfer von Vergewaltigung zu Unrecht verurteilt

Die Jugendlichen wurden Ende Juli 2019 aus der Haft in Zypern entlassen und flogen kurz darauf nach Israel. Foto: Flash 90

Der Fall einer mutmaßlich von zwölf israelischen Touristen vergewaltigten jungen Britin hat am Montag auf Zypern eine überraschende Wendung genommen. Die Frau war ursprünglich zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden, weil sie die Vergewaltigungsvorwürfe im Juli 2019 erst erhoben, dann aber zurückgezogen hatte.

Sie habe die Polizeiarbeit behindert und falsche Angaben gemacht, lautete daraufhin der Vorwurf. Ein Teil der Beschuldigten hatte auf Grund der Vorwürfe über eine Woche auf Zypern im Gefängnis gesessen.

OBERSTER GERICHTSHOF Gegen die Bewährungsstrafe wehrte sich die heute 21 Jahre alte Britin. Sie gab an, von der Polizei unter Druck gesetzt worden zu sein und deshalb ohne juristischen Beistand ihre Anzeige gegen die mutmaßlichen Täter zurückgezogen zu haben. Der Oberste Gerichtshof Zyperns entschied nun, dass die Frau kein faires Verfahren erhalten hätte und sprach sie von der Bewährungsstrafe frei.

Jetzt beginne ein weiterer großer Kampf, kündigte eine Anwältin der Frau im Anschluss vor Journalisten an. Die Vergewaltigungsvorwürfe müssten nun nochmals von Grund auf und effektiv untersucht werden. Die Betroffene selbst war zu dem Urteil nicht nach Zypern gereist. dpa

Hamas

Missbrauch als Waffe

Auf Basis von Tausenden Videos, Fotos und Zeugenaussagen dokumentiert ein neuer Bericht systematische sexuelle Übergriffe der Terroristen am 7. Oktober und danach

von Sabine Brandes  24.05.2026

Tel Aviv

Hilfe für das »Liebling Haus«

Das Besucherzentrum der »Weißen Stadt« wird nach Raketenschäden mit deutscher Hilfe repariert

von Sabine Brandes  24.05.2026

Studie

Wird Israel unbezahlbar?

Die Lebenshaltungskosten im Land gehören zu den höchsten weltweit. Dafür gibt es zahlreiche Gründe – manche sind hausgemacht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essen

Balagan auf der Zunge

Zwischen Frena-Ofen und French Malawach: Das EAT Tel Aviv Food Festival zeigt, wie Israels Küche Traditionen aus aller Welt aufgreift, neu mischt und daraus ein lebendiges Geschmacks-Chaos macht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026