Israel

Möglicherweise biblisches Weingut gefunden

Blick ins Jesreel Tal Foto: imago images / Design Pics

Ein antikes Weingut in Nordisrael könnte nach Einschätzungen israelischer Archäologen dem in der Bibel erwähnten Weinberg des Nabot entsprechen.

Merkmale der in den Fels gehauenen Installationen seien mit den biblischen Erzählungen kompatibel, heißt es laut Bericht der Zeitung »Jerusalem Post« vom Sonntagabend in den nun in der Fachzeitschrift »Journal of Eastern Mediterranean Archaeology and Heritage Studies« veröffentlichten Untersuchungsergebnissen.

NABOT Laut der biblischen Erzählung besaß ein Mann namens Nabot einen Weinberg in Jesreel, der neben dem Palast des Königs Ahab lag. Seine Weigerung, Ahab den Weinberg zu verkaufen, endete für Nabot tödlich.

Bei dem bereits 2013 in der antiken Stadt Jesreel entdeckten Fund handele es sich um eine archaische Weinpresse, die anders als viele jüngere Weinpressen nicht im Dorf, sondern in den Weinbergen stand.

Nach Einschätzung der Leiterin der Studie, der Archäologin Norma Franklin von der Universität Haifa, handelt es sich bei dem Fund um das einzige Weingut in der Region, das der biblischen Erzählung entspräche.

KIBBUZ Unterstützt sehen sich die Forscher in ihrer Theorie durch eine Bodenanalyse durch einen nahegelegenen Kibbuz. Diese hatte vor einigen Jahren ergeben, dass sich lediglich ein schmales Gebiet für den Anbau von Wein eigne. In dieses Gebiet falle der antike Fund.

Eine präzise Datierung der Überreste sei bislang nicht möglich, so Franklin. Nachweisen konnten die Forscher hingegen ihre Nutzung bis ins erste nachchristliche Jahrhundert. Aus byzantinischer Zeit fanden die Forscher neuere Weinpressen in Jesreel. kna

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026