Israel

Minister: Kein Wasser oder Strom für Gaza ohne Rückkehr der Geiseln

Den Grenzübergang Erez zwischen Gaza und Israel gibt es nicht mehr, da die Hamas ihn am Samstag zerstörte. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Nach dem Hamas-Großangriff hat Israels Energieminister die Grundversorgung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen an die Freilassung der israelischen Geiseln in Hand der islamistischen Hamas geknüpft. »Kein Stromschalter wird umgelegt, kein Wasserhahn geöffnet und kein Treibstofflaster fährt rein, bis die israelischen Geiseln nach Hause zurückgekehrt sind«, schrieb Israel Katz am Donnerstag auf der Plattform X (vormals Twitter). Humanitäre Gesten werde es nur im Gegenzug für humanitäre Gesten geben. »Und dass uns keiner Moral predigt«, schrieb Katz.

Hamas-Terroristen hatten am vergangenen Samstag Massaker mit mehr als 1200 Toten in israelischen Grenzorten und auf einem Musikfestival angerichtet. Rund 150 Menschen wurden in den Küstenstreifen verschleppt und werden dort als Geiseln festgehalten.

Alleinige Macht

Israel verkündete daraufhin die Abriegelung des Gazastreifens. Die Armee verwies allerdings auch darauf, dass die Hamas die Übergänge in das Küstengebiet selbst zerstört habe. Ägypten schloss wegen israelischem Beschuss kurz darauf seinen einzigen Grenzübergang zum Gazastreifen.

Im Gazastreifen lebten bereits vor der neuen militärischen Auseinandersetzung rund 2,3 Millionen Menschen nach UN-Angaben unter sehr schlechten Bedingungen. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die alleinige Macht an sich gerissen. Im Anschluss verhängten Israel und Ägypten bereits eine Blockade über das Küstengebiet.

Israel reagiert seit den Massakern zudem mit schweren Luftangriffen auf den Gazastreifen. dpa

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