Gesundheit

Millionen gegen Krebs

Gesundheitsminister Litzman Foto: Flash 90

Chronisch Kranke wissen genau, was im »Sal Briut« (Gesundheitskorb) drin ist – und was nicht. Jetzt wurde der um 300 Millionen Schekel (umgerechnet etwa 65 Millionen Euro) aufgestockt. Ein Drittel davon soll allein Krebspatienten zugute kommen.

Im »Sal Briut« sind sämtliche Behandlungen und Medikamente aufgelistet, deren Kosten von den Gesundheitsversorgern übernommen werden, die vom Staat subventioniert sind. Alles, was nicht auf der Liste steht, müssen israelische Patienten aus der eigenen Kasse bezahlen. Von simplem Hustensaft bis zu nahezu unerschwinglicher lebensrettender Medizin.

DNS-Tests Nun können vor allem Menschen, die an Krebs erkrankt sind, zumindest in Sachen Finanzen aufatmen. Denn von den 83 neu akzeptierten Medikamenten und Behandlungsmethoden sind 16 für die Bekämpfung von Leukämie, Knochenmark-, Prostata- und anderen Krebsarten sowie Brust- und Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium vorgesehen.

Im Bereich der Genetik sollen spezielle DNS-Tests erbliche Krankheiten von Juden mit marokkanischer Abstammung, Drusen und Arabern jetzt auf Krankenschein aufspüren. Auch neue Medikamente für die Behandlung von Hepatitis C und Typ-1-Diabetes bei jungen Menschen sind dabei. Ebenso wurde »Ella« hinzugefügt. Diese »Pille danach« verhindert bei Frauen und Mädchen, die Opfer von Vergewaltigung wurden, eine Schwangerschaft.

Grenzen Insgesamt wird erwartet, dass 108.500 Patienten sofort von dem erweiterten Angebot profitieren. Andere jedoch gehen leer aus. Denn von den vom Komitee als »extrem bedeutsam« eingestuften 122 Arzneien wurden lediglich etwas mehr als die Hälfte in die Liste aufgenommen.

Insgesamt sind 700 neue Arzneien und Heilmethoden mit Kosten von zwei Milliarden Schekel zur Aufnahme vorgeschlagen worden. Viele mussten demnach abgelehnt werden, darunter spezielle Methoden bei der Bekämpfung von Parkinson. »300 Millionen sind einfach nicht genug«, lautete der Kommentar von Gesundheitsminister Yaakov Litzmann (Vereintes Torajudentum) dazu. »Doch ich beschwere mich nicht beim Finanzministerium. Ich weiß, dass alles seine Grenzen hat.«

Israel

Energieminister Cohen: Mögliches Iran-Abkommen ist wertlos

Der israelische Minister bringt trotz Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran militärische Schritte ins Spiel. Der Schlüssel für echte Sicherheit in der Region sei ein Regimewechsel in Teheran

 08.02.2026

Musik

Matti Caspi im Alter von 76 Jahren gestorben

Der Musiker ist nach langer Krankheit gestorben. Präsident Herzog würdigte ihn als einen »der größten israelischen Komponisten seiner Generation«

 08.02.2026

Nahost

Hamas-Funktionär: Terrororganisation will Waffen nicht abgeben

Khaled Maschaal bekundete in Doha erneut, dass die Hamas nicht bereit ist, sich entwaffen zu lassen

 08.02.2026

Nachrichten

Wirtschaft, Armut, Zusammenarbeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.02.2026

Diplomatie

Netanjahu trifft am Mittwoch US-Präsident Trump

Der israelische Ministerpräsident kommt nach Washington, um mit dem amerikanischen Präsidenten über die laufenden Verhandlungen mit dem Regime im Iran zu sprechen

 07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Libanon

Kreise: Hochrangiger Hisbollah-Funktionär tritt zurück

Die Hisbollah im Libanon steht unter Druck: Sie soll sich entmilitarisieren. Nun tritt ein prominenter Funktionär zurück

 07.02.2026

Jerusalem

Netanjahu weist Verantwortung für Versagen am 7. Oktober zurück

Der Ministerpräsident bestreitet in einer Stellungnahme jede Verantwortung. Stattdessen verweist er auf Bewertungen der Sicherheitsbehörden und auf strategische Weichenstellungen früherer Jahre

 06.02.2026

7. Oktober

Die letzte Geisel

Mit der Operation »Tapferes Herz« wurde der Leichnam von Ran Gvili in Gaza geborgen und nach Hause gebracht. Das sind die Details

von Sabine Brandes  05.02.2026