Israel

Kurz gemeldet

Israelische Polizisten in Umm al-Hiran Foto: Flash 90

Iran-Deal
Auch Israel bereitet sich auf den neuen amerikanischen Präsidenten, Donald Trump, vor. Es wird erwartet, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einer der ersten Regierungschefs weltweit sein wird, der mit dem neuen US-Präsidenten zusammentrifft. Derweil warnen einige einheimische Sicherheitsexperten Netanjahu, keinen Druck auf Trump auszuüben, den Iran-Deal aufzukündigen. Trump hatte wiederholt sein Missfallen darüber ausgedrückt. Dennoch, so meinen ehemalige Sicherheitschefs, darunter Amos Yadlin: Das Abkommen sei stabil, und der Iran halte sich daran. Eine Aufkündigung könnte die Dinge sehr verkomplizieren. Gleichsam hat der Pressesprecher von Trump bestätigt, der US-Präsident werde nach seiner Amtsübernahme erklären, dass die amerikanische Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt wird.

Untersuchung
Bei den Unruhen in dem Beduinendorf Umm al-Hiran wurden am Mittwoch ein Polizist und ein Beduine getötet. Polizeichef Roni Alscheich hatte unmittelbar danach gesagt, es habe sich um einen Terroranschlag gehandelt, bei dem ein Beduine den Polizisten absichtlich mit seinem Auto überfahren habe. Doch nach Augenzeugenberichten und Videoaufnahmen der Polizei gibt es mittlerweile einige Zweifel an dieser Auslegung. Das Video zeigt, dass die Beamten erst schießen, das Fahrzeug dann beschleunigt und in die Gruppe rast. Jetzt will die Abteilung für interne Ermittlungen der Polizei eine Untersuchung der Umstände einleiten.

Operation

Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat einen Herzschrittmacher erhalten. Ärzte hatten zuvor Herzrhythmusstörungen bei ihm festgestellt. Am Freitagmorgen durfte das Staatsoberhaupt nach einem 24-stündigen Aufenthalt im Jerusalemer Schaare-Zedek-Krankenhaus wieder nach Hause. Die Prozedur fand ohne Vollnarkose statt. Es wird erwartet, dass Rivlin nach dem Wochenende seine Arbeit wieder aufnimmt. Am Donnerstag ist Stabschef Gadi Eizenkot ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er musste sich einen bösartigen Prostata-Tumor entfernen lassen. Eizenkot wird nach Angaben seiner Ärzte noch einige Tage in der Klinik bleiben.

Hilfe
Vertreter von israelischen und jüdischen Nichtregierungs-Organisationen sind auf die griechische Insel Lesbos geflogen, um den dort gestrandeten Flüchtlingen zu helfen. Die Menschen leiden unter dem überraschenden Wintereinbruch und Temperaturen unter null Grad mit Schneefall. Die Organisationen, darunter IAID, eine neue israelische Initiative von IsraAid, verteilten 1,5 Tonnen Hilfsgüter. Israelis hatten in nur fünf Tagen warme Winterkleidung, Decken, Verpflegung und Babynahrung für die Flüchtlinge gesammelt.

Ermittlungen

Neue Details in den Ermittlungen wegen des Korruptionsverdachts gegen Benjamin Netanjahu sind ans Licht gekommen. Demzufolge hat es angeblich Codewörter für die Luxusgeschenke gegeben. Die Zigarren, die der Premier von Hollywood-Produzent Arnon Milchan erhalten haben soll, wurden als »Blätter« bezeichnet, der Rosé-Champagner, der angeblich seiner Frau Sara so gut schmeckte, als »Pinks«. Darüber hinaus hätten die Netanjahus die Dinge nicht einfach so erhalten, sondern regelrecht geordert, behauptet die Tageszeitung »Haaretz«. Doch der Ministerpräsident beharrt weiterhin darauf: »Es wird nichts geben, weil es nichts gibt.« Er wurde jedoch bereits mehrfach von der Sondereinheit Lahav verhört, auch im Zusammenhang mit vermeintlichen Absprachen mit Medienmogul Arnon »Noni« Mozes. Der wurde in dieser Woche zum vierten Mal stundenlang von der Polizei befragt. Netanjahus Vorgänger auf dem Sessel des Premiers, Ehud Olmert, war 2009 wegen Korruptionsverdacht zurückgetreten – noch bevor er offiziell angeklagt wurde. Er wurde verurteilt und sitzt derzeit im Gefängnis.

Jerusalem

Bericht enthüllt Verbindungen zwischen Palästina-Aktivisten und Terroristen

Das israelische Diaspora-Ministerium hat eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigen soll, wie israelfeindliche Aktivisten aus den USA die Nähe zu Terrororganisationen suchen

 04.08.2026

Rom

Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom

Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah halten an. Doch gleichzeitig gehen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Worum geht es dabei?

 04.08.2026

Gaza

Israel lehnt Abzug vor Entwaffnung der Hamas ab

Der vorgesehene israelische Truppenabzug und die Entwaffnung der Hamas sollen offenbar doch nicht parallel erfolgen. Das Board of Peace verändert die Bedingungen

 04.08.2026

Jerusalem

Herzog empfängt neuen deutschen Botschafter

Alexander Graf Lambsdorff hat die Nachfolge von Steffen Seibert als Botschafter in Israel offiziell angetreten. Jetzt war der neue Vertreter Deutschlands beim Präsidenten - dieser sprach dabei auch von »besonderen Beziehungen«

 04.08.2026

Israel

Sie wurde auf dem Nova-Festival ermordet: Junger Israeli tot am Grab seiner besten Freundin gefunden

»Auch die Freunde der Ermordeten sind Opfer dieser Tragödie«, sagt die Familie von Bar Bechor Asraf.

 04.08.2026

Israel

Präsident Herzog lobt Gaza-Friedensplan

In der israelischen Regierung gibt es Vorbehalte gegen den von US-Präsident Donald Trump entwickelten Plan. Das Staatsoberhaupt ist optimistischer

 03.08.2026

Jerusalem

Netanjahus Kehrtwende im Wahlkampf

Premier Netanjahu will sich offenbar von den Haredim distanzieren, um gemäßigte Likud-Wähler zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  03.08.2026

Luftfahrt

Condor nimmt Israel-Flüge wieder auf

Der erste planmäßige Flug landete am Samstagabend am Flughafen Ben Gurion – mit vollständig ausgelasteter Maschine

 03.08.2026

Jerusalem

Katz bestreitet, Generalmajor im Live-Interview gefeuert zu haben

Der Verteidigungsminister spricht von einer »glatten Lüge und Teil einer politischen Kampagne gegen die Regierung«

 03.08.2026