Diplomatie

Kulturstaatsministerin Roth zu Antrittsbesuch in Israel

Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien Foto: IMAGO/Panama Pictures

Kulturstaatsministerin Claudia Roth will sich nach eigenen Worten mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Juden in Deutschland und Israel selbstbestimmt und in Frieden leben können. Roth besuchte am Sonntag zum Auftakt eines dreitägigen Antrittsbesuchs in Israel die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Sie legte dort im Namen der Bundesregierung auch einen Kranz nieder.

»Die Erinnerung an das Grauen der Schoa, an das Leiden und Sterben von Millionen von Menschen, ist hier, an diesem Ort, besonders schmerzlich«, schrieb sie unter anderem ins Gästebuch. »Wir sehen die Bilder von Menschen. Sie prägen sich uns ein. Sie hinterlassen das Gefühl von tiefer Scham und Trauer. Trauer um grausam Ermordete.« Sie verneige sich vor den Opfern.

Stiftungen Die Grünen-Politikerin will sich während ihres Besuchs auch mit israelischen Künstlern sowie Vertretern der deutschen politischen Stiftungen austauschen. Am Montag trifft sie den israelischen Kulturminister Hili Tropper. 

»Die deutsch-israelischen Kulturbeziehungen sind von ganz besonderer Bedeutung und mir auch ganz persönlich ein Herzensanliegen«, sagte Roth vor ihrem Besuch. »Die Erinnerung an das einzigartige Menschheitsverbrechen des Holocaust, für das Deutschland bis heute in der Verantwortung steht, darf niemals verblassen.«

Roth will nach Angaben ihres Büros auch die Einrichtung des geplanten deutsch-israelischen Jugendwerkes voranbringen. »Wir wollen gemeinsam mit unseren israelischen Freunden ein Zeichen setzen gegen Ausgrenzung und für ein aktives Eintreten im Kampf gegen den Antisemitismus«, sagte sie. Es ist ihre zweite bilaterale Reise nach ihrem Antrittsbesuch in Frankreich. dpa

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