Krieg gegen den Iran

Katz: »Werden heute sehr bedeutsame Ziele in Teheran angreifen«

Verteidigungsminister Israel Katz Foto: Copyright (c) Flash 90 2024

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat neue massive Angriffe im Iran angedroht. »Wir werden heute sehr bedeutsame Ziele in Teheran angreifen«, sagte der Minister beim Besuch eines Ortes im Zentrum Israels, wo es am Morgen bei einem iranischen Raketenangriff Schäden gegeben hatte. Der persischsprachige israelische Armeesprecher werde in Kürze erneut die Einwohner Teherans zur Evakuierung aufrufen, sagte Katz. 

Ziel: Irans nukleare Infrastruktur

»Wir werden dem Iran weiter schwere Schläge versetzen«, kündigte er an. Man greife die gesamte nukleare Infrastruktur des Landes an, sagte der Minister weiter. Auf die Frage, welche Hinweise es darauf gebe, dass nukleare Fähigkeiten des Irans beschädigt wurden, sagte Katz, es gebe »sehr positive Indikatoren«. Die unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Fordo sei »ein Thema, um das man sich gewiss noch kümmern wird«, sagte er weiter. 

Katz sprach außerdem von »mehr als zehn nuklearen Zielen im Bereich von Teheran«. Man stehe kurz vor der Zerstörung dieser Stätten. Es war zunächst unklar, welche Ziele er damit meinte.

Auf die Frage, ob er mit einem Einstieg der USA in den Krieg rechne, sagte Katz: »Der Staat Israel führt diesen Kampf mit eigenen Kräften.« Gegenwärtig seien die USA nur an der Verteidigung Israels beteiligt. Man werde jede Entscheidung der USA respektieren und danke für jede Unterstützung.

Katz: Kriegsende erst nach Erreichung der Ziele

Man führe keine Verhandlungen mit dem Iran, betonte Katz. Der Krieg werde erst dann enden, wenn Israel seine Ziele erreicht habe. Man müsse dafür sorgen, dass keine Bedrohung durch nukleare Aufrüstung oder Raketen des Irans ausgehe. Teheran beteuert, dass sein Atomprogramm nur friedlichen Zwecken diene.

Katz kündigte überdies an, man werde auch nach dem Krieg sofort gegen jeden Versuch des Irans vorgehen, nukleare Waffen zu entwickeln, und verglich dies mit dem Vorgehen gegen die vom Iran kontrollierte Terror-Miliz Hisbollah im Libanon, auch nach einer Waffenruhe. Trotz der seit November herrschenden Waffenruhe greift Israel im nördlichen Nachbarland fast täglich mutmaßliche Hisbollah-Ziele an. dpa/ja

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