Köln

Jüdischer Karnevalsverein nimmt gestrandete Israelis auf

Foto: picture alliance / ABBfoto

Der nach eigenen Angaben weltweit einzige jüdische Karnevalsverein »Kölsche Kippa Köpp« hat wegen gestrichener Flüge im Zuge des Krieges in Nahost gestrandete Israelis aufgenommen. Fünf Studierende seien bei Vereinsmitgliedern in Köln untergekommen, sagte Vereinspräsident Aaron Knappstein am Montag. Die jungen Leute hätten sich als Gruppe in Deutschland aufgehalten. Sie seien nun auf unabsehbare Zeit in Köln, da man nicht wissen könne, wann wieder Flüge nach Israel gingen.

An den Verein seien Anfragen gestellt worden, sagte Knappstein. Die »Kippa Köpp« hätten dann intern einen Aufruf verschickt mit der Bitte, die Menschen aufzunehmen. Diese hätten ursprünglich am Sonntag zurück nach Israel fliegen sollen.

Umgekehrt gebe es einzelne Mitglieder des Kölner Karnevalsvereins, die in Israel festsäßen, sagte Knappstein. Am Sonntagabend war bekanntgeworden, dass als Reaktion auf den Iran-Krieg rund 37.400 Touristen in Israel gestrandet seien. Das israelische Tourismusministerium ist nach eigenen Angaben bereit, Touristen, die eine Ausreise wünschten, bei der Organisation eines Transports zu den Landesgrenzen nach Jordanien oder Ägypten zu unterstützen. kna

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