Jerusalem

Israelisches Sicherheitskabinett berät Feuerpause im Libanon

Im Süd-Libanon geht die israelische Armee am Mittwoch gegen die Hisbollah vor. Foto: copyright (c) Flash90 2026

Israels Sicherheitskabinett hat sich mit der Möglichkeit einer vorübergehenden Waffenruhe im Libanon befasst. Hintergrund seien zunehmende Signale aus Washington, wonach die US-Regierung eine einwöchige Feuerpause im Kampf gegen die Hisbollah begrüßen würde, berichteten israelische Medien wie »The Times of Israel«.

Eine Entscheidung sei bei der nächtlichen Sitzung jedoch zunächst nicht gefallen, meldete das Blatt unter Berufung auf anonyme Quellen. In Jerusalem wachse zugleich die Einschätzung, dass ein vorläufiger Stopp der Kämpfe kaum noch zu vermeiden sei. Dem Bericht nach bestreiten die USA, Israel ausdrücklich zu einer Waffenruhe gedrängt zu haben.

Die USA hoffen, dass eine Feuerpause im Libanon neue Gespräche zwischen Jerusalem und Beirut erleichtert. Erst am Dienstag hatte es in Washington ein hochrangiges Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern gegeben.

Kämpfe gehen weiter

Ungeachtet der diplomatischen Kontakte dauerten die Gefechte an. Nach Militärangaben wurden fünf israelische Soldaten bei einem Hisbollah-Raketenangriff im Süden des Libanon verletzt, einer davon schwer.

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Der mögliche Waffenstillstand steht dem Bericht zufolge auch im Zusammenhang mit laufenden Gesprächen über ein Ende des Iran-Krieges. Eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran soll am 22. April auslaufen.

Teheran verlangt, dass auch die Lage im Libanon Teil eines umfassenden Abkommens wird. Washington weist einen solchen direkten Zusammenhang zurück.

Libanon fordert Ende der Angriffe

Die libanesische Regierung verlangt seit Tagen eine Waffenruhe. Israel lehnt dies bislang offiziell ab und hält an dem Ziel fest, die militärischen Fähigkeiten der Hisbollah zu zerschlagen.

Ein führender Vertreter der Terrororganisation, die Israel seit Jahren unprovoziert mit Raketen angreift, kritisierte die Gespräche mit Israel. Er sagte, die Regierung habe »einen falschen Weg eingeschlagen, der nur zu mehr Spaltung führt«. im

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