Justiz

Israeli wegen antireligiöser Anschläge angeklagt

Dem Verdächtigen wird ein Brandanschlag auf das Rabbinergericht Tel Aviv von 2005 zur Last gelegt. Foto: Flash 90

Ein 68-jähriger Israeli muss sich wegen Anschlägen auf jüdische Einrichtungen vor einem israelischen Gericht verantworten. Mit seinen Taten habe der Mann gewaltsam für eine Trennung von Staat und Religion in Israel kämpfen wollen, berichtete die Zeitung »Haaretz« am Sonntag.

Vor dem zuständigen Bezirksgericht sei er dafür nun wegen Brandstiftung, Waffenbesitz und versuchter Sachbeschädigung durch Sprengstoff angeklagt worden.

TRENNUNG Durch seine Anschläge auf Rabbinergerichte und Religionsräte habe er diese daran hindern wollen, religiöse Dienstleistungen für säkulare Israelis zu erbringen und die Trennung von Religion und Staat durchsetzen wollen, heißt es laut Bericht in der Anklage.

Der Angeklagte soll im Januar 2019 als Obdachloser verkleidet landesweit religiöse Einrichtungen ausgekundschaftet und Versuche mit verschiedenen brennbaren Materialien durchgeführt haben.

Im Mai soll er entsprechende Brandsätze an sechs Einrichtungen in Petach Tikwa, Tel Aviv, Kfar Saba und Aschdod angebracht und entzündet haben.

Dem Verdächtigen wird laut Bericht ferner ein Brandanschlag auf das Rabbinergericht Tel Aviv von 2005 zur Last gelegt, bei dem ein Sachschaden von umgerechnet rund 690.000 Euro entstand. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft für die Dauer des Prozesses. Die Taten und ihre intensive Planung seien Nachweis für die Gefährlichkeit des Täters. kna

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  06.11.2026 Aktualisiert

Israel

Was sich mit Eisenkot ändern könnte

Eine Mehrheit der Abgeordneten empfiehlt Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch der Weg ins Amt ist steinig. Und wie weit könnte ein Kurswechsel unter ihm tatsächlich gehen?

von Sara Lemel  06.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026

Wahlen

Netanjahus Partner gehen von Bord

Die Charedim erklären sich für ungebunden und entziehen dem Rechtsblock ihre Unterstützung. Herausforderer Gadi Eisenkot hat deutlich mehr Empfehlungen hinter sich

von Sabine Brandes  05.11.2026

Israel

Herzog setzt Gespräche über Regierungsbildung fort

Erst Gespräche mit den kleinen Parteien, am Abend dann mit den stärksten in der neuen Knesset: Präsident Herzog sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung

 05.11.2026

Israel

Eisenkot plädiert für erneuerte Partnerschaft Israels mit den USA

Noch ist unklar, wer Israels nächste Regierung leitet. Ex-Militärchef Eisenkot unterstreicht seinen Führungsanspruch - und wendet sich an den wichtigsten Verbündeten

 05.11.2026

Straße von Hormus

Iran: Zwei Tanker und ein Schlepper in Brand geraten

In den vergangenen Tagen wurden vermehrt Schiffe angegriffen oder durch Minen beschädigt

 05.11.2026

Knesset-Wahl

Herzog lotet Mehrheiten aus

Nach dem knappen Wahlausgang in Israel hat Präsident Herzog Gespräche zur Regierungsbildung aufgenommen. Ex-Militärchef Eisenkot könnte nach Medienberichten zuerst den Auftrag erhalten.

 04.11.2026

Wahl

Koalitionskampf und Politpoker

Weder Benjamin Netanjahu noch Gadi Eisenkot konnten sich die Mehrheit sichern. Wie geht es weiter?

von Sabine Brandes  04.11.2026